[Rezension] „Magisterium- Die silberne Maske“ von Holly Black/Cassandra Clare

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Nach dem Tod seines besten Freundes Aaron, fristet Callum sein Dasein im Gefängnis. Doch schließlich wird er befreit und obwohl er mittlerweile weiß, wer hinter allem steckt, gerät er in einen Gewissenskonflikt. Denn da er das Erbe des Feindes des Todes in sich trägt, kann er eventuell die Toten wieder zum Leben erwecken. Allerdings würde er damit seinen Feinden in die Hände spielen…

 

Die „Magisterium“- Reihe macht es mir nie so ganz einfach. Ich lese die Reihe zwischendurch echt gerne, aber kein Band bekommt von mir mehr als drei Sterne und das, obwohl ich die Idee des Magisteriums, die Magie der Reihe und die Protagonisten sehr mag. 
So ist es auch wieder mit dieser Fortsetzung gewesen.

Dabei mochte ich den Beginn noch sehr. Man erlebt, wie es für Callum im Gefängnis ist und wie er befreit wird. Die ganze Grundstimmung ist düsterer, melancholischer und auch ewachsener, was mir sehr gefiel.
Leider konnte mich der Plot dann im Laufe des Buches weniger überzeugen. Denn das Buch bleibt vorhersehbar und es fehlt dem Ganzen an Tiefe. Dennoch empfand ich das Buch als spannend, actionreich und insgesamt sehr fesselnd, aber viel zu kurz. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Autorinnen keine Zeit genommen haben alles ausreichend darzustellen, vieles entwickelte sich zu schnell und zu einfach, was ich sehr schade fand.
Auch hatte ich das Gefühl, dass das Hauptthema rund um den Feind des Todes und was das nun für Call heißt, einfach nicht vorankommt. 

Der lockere und leichte Schreibstil konnte mich dagegen erneut überzeugen, da er eine tolle Atmosphäre erschaffen kann. Der Plot wird komplett aus der personalen Erzählperspektive von Call geschildert, was einen guten Einblick in seine Gefühls- und Gedankenwelt bietet.
Außerdem wird die ganze düstere Grundstimmung auch durch einige humorvolle Stellen und Schlagabtäusche aufgelockert, was sehr gelungen war.

Die Protagonisten konnten mich insgesamt überzeugen, auch wenn ich mit Aarons Rolle in dem Ganzen nicht ganz glücklich war. Auf mich wirkte es so, als wenn sich die Autorinnen noch nicht von ihm lösen wollten und Seiten füllen mussten. Dagegen finde ich Calls Entwicklung großartig, vor allem weil er immer mit seinen Gewissenskonflikten kämpft, da er eigentlich der Gute sein möchte, aber in ihm alle nur den Bösewicht sehen. Das macht das Ganze sehr emotional.
Besonders gut hat mir Tamara gefallen, die loyal ist und sich zu einer richtigen Freundin entwickelt hat. Dazu ist sie mutig und gewitzt.

Das Ende bietet einiges an Potenzial und ich hoffe, dass mir das Finale besser gefallen wird. So war für mich diese Fortsetzung nur ein guter Durchschnitt.  

 

„Magisterium- Die silberne Maske“ war für mich erneut nur ein guter Durchschnitt. Dennoch bin ich gespannt, wie die Autorinnen die Reihe zu Ende bringen werden, dann hoffentlich wieder mit ein paar mehr Seiten. Denn trotz meiner Kritik, lese ich diese Reihe gerne mal zwischendurch.

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