[Rezension] „Moondust“ von Gemma Fowler

Das Copyright vom Cover liegt beim Chicken House Verlag.

Um ihrer Vergangenheit zu entfliehen und sich zu verstecken, arbeitet Aggie in der Mondbasis von Lunar Inc. auf der Lumite gewonnen wird. Lumite ist eine neue Energiequelle, die alles antreibt und Aggie glaubt an das was sie tut. Doch dann holt sie ihre Vergangenheit wieder ein und erst als sie auf den Rebellen Danny trifft, beginnt sie alles zu hinterfragen.

 
 

Dieses Buch konnte durch den Klappentext und dem Cover direkt mein Interesse wecken. Denn das Setting finde ich ziemlich gelungen. Das Buch spielt auf dem Mond, der komplett besiedelt ist. Der Ressourcenkrieg auf der Erde ist Geschichte, dank der neuen Energiequelle Lumite.
Aggie hat eine schlimme Vergangenheit hinter sich, die sie noch immer in ihren Albträumen verfolgt. 
Diese Grundidee und alles was damit zusammenhängt fand ich wirklich spannend und ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Leider war die Umsetzung dann so gut wie gar nicht mein Fall.

Es fing schon mit der Protagonistin Aggie an. An sich fand ich sie mit ihrer Tollpatschigkeit recht liebenswert, ihre Vergangenheit interessant und schrecklich. Doch irgendwann nervte sie mich, weil sie unglaublich naiv ist, sich selbst isoliert und immer wieder betont, wie schlecht es ihr doch geht und was die Adrianne-Katastrophe ihr alles genommen hat. Aber anstatt mal die Initiative zu ergreifen, versucht sie nicht einmal ihr Trauma zu bewältigen. Dazu wird irgendwie gefühlt alles nur angedeutet.
Die restlichen Figuren blieben unglaublich blass und unscheinbar.

Auch der Schreibstil konnte mich nicht wirklich überzeugen. Alles wirkt so distanziert, zu schnell abgehandelt, vieles wird nur angedeutet und nicht weiter ausgeführt und bei mir kamen keine Emotionen an. Dazu gibt es gefühlt an den unpassensten Stellen humorvolle Sequenzen, die ich einfach nicht lustig fand. Auch die Actionszenen konnten mich nicht überzeugen und wirkten auf mich zu gewollt.

Dennoch finde ich die Idee der Energiegewinnung auf dem Mond interessant. Zudem gibt es beschriebene Mondbeben. Die Mondbasis wird von der künstlichen Intelligenz Celeste überwacht und gesteuert, was für mich der interessantese Punkt an dem ganzen Buch war.

Zu keiner Zeit fühlte ich mich wirklich gefesselt und die Spannung blieb größtenteils aus. Auch bleiben am Ende zu viele Fragen offen und ich hatte das Gefühl, dass das Buch einfach mitten drin endet, aber selbst, wenn es irgendwann eine Fortsetzung geben würde, würde ich sie wohl nicht lesen.

Für mich war „Moondust“ leider ein Flop und dabei fand ich die Grundidee wirklich gut. Leider konnte mich die Umsetzung dann nicht überzeugen, weder bei den Protagonisten, noch beim Schreibstil oder dem Plot.

 
 

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