[Rezension] „Children of Blood and Bone- Goldener Zorn“ von Tomi Adeyemi

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Fischer Verlag.

Zélie ist eine der Nachkommen der Maji, die einst Magie beherrschten. Wie ihre Vorfahren hat sie weiße Haare. Doch die Magie ist seit der Blutnacht, in der die Maji getötet wurden, aus Orïsha verschwunden und sie und ihr Volk werden unterdrückt und versklavt, ohne Rechte und ohne Perspektiven. Als Zélie schreckliches droht, wird sie von den Göttern auserwählt. Sie ist die Einzige, die ihr Volk retten und die Magie zurückbringen kann. Zusammen mit ihrem Bruder und Amari, der Prinzessin von Orïsha, begibt sie sich auf diese schwere Mission.

„Children of Blood and Bone- Goldener Zorn“ gehört zu den Büchern, an denen man nicht vorbeikommt. Denn es herrschte schon im Vorfeld ein unheimlicher Hype darum und es wurde ohne Ende beworben. Deswegen waren meine Erwartungen an das Buch sehr hoch. Alles in allem gefiel es mir auch wirklich gut, auch wenn ich den Hype nicht ganz nachvollziehen kann.

Die Intension dahinter, finde ich zwar gut und richtig, denn hier steht ein unterdrücktes Volk im Vordergrund und es gibt nur dunkelhäutige Protagonisten. Doch mir wurde etwas zu sehr der Fokus auf das Dunkelhäutige gelegt, denn mir ist die Hautfarbe von den Figuren egal, wichtig ist mir der Plot und die Charaktereigenschaften der Figuren, auch wenn ich die Idee dahinter wirklich gut finde. Zudem empfand ich die Geschichte dafür, dass sie eine Statement gegen Rassismus setzen soll, als zu stereotyp.

Auch waren die Namen und Begriffe nicht einfach. Es dauerte bis ich richtig in die Welt hineingefunden habe. Interessant finde ich, dass alles auf der westafrikanischen Mythologie basiert. Das Setting finde ich durchweg gelungen, weil es wirklich mal etwas anderes ist. Nach und nach erfährt man als Leser mehr über die Geschichte von Zélies Volk und die Magie, die es einst beherrschte.

Nachdem ich dann aber endlich in das Buch hineingefunden und mich an die fremden Begriffe gewöhnt habe, fand ich das Buch doch sehr gut und spannend. Die Autorin nutzt zwar bekannte Elemente in dem sie eine rebellische Protagonistin, die eigensinnig, dickköpfig, aber auch stark und liebevoll ist (Zélie) mit einem Verfolger, der skrupellos sein soll, aber doch Skrupel hat, aber immer versessen wirkt (Inan, der Bruder von Amani) kombiniert. Dazu bezieht sie eine sanfte Prinzessin mit ein, die doch mehr Überraschungen bereithält als man zunächst denkt und mich wirklich begeistern konnte (Amani).  Tzain, der Bruder von Zélie ist fürsorglich und lieb und immer für seine Familie da.

Auch gibt es zwei sehr sanfte Liebesgeschichten, die nicht im Fokus stehen, sondern ganz nebenbei entsehen, was mir sehr gefiel. Auch wenn ich sagen muss, dass mir eine der beiden nicht wirklich gefällt, aber da lasse ich mich gerne von der Fortsetzung überzeugen.

Der Plot an sich ist teils vorhersehbar, teils sehr spannend, voller Action, Gefahren und auch Magie. Besonders die Darstellung der Magie gefiel mir und wie einfallsreich Zélie und die anderen sind. Zudem ist das Buch blutig. Die Autorin spart hier nicht an Beschreibungen und tötet sogar Sympathieträger, was eine endeutige Botschaft übermittelt. Es ist ein Buch, das aber erst durch das Nachwort der Autorin richtig an Gewicht gewinnt.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, emotional und atmosphärisch und trotz der schwierigen Begriffe bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Der Plot wird aus drei verschiedenen Ich-Perspektiven geschildert, wobei die von Zélie dominiert.

Manche Entwicklung erschienen mir nicht ganz logisch, dennoch fand ich das Ende spannend und gelungen und freue mich auf die Fortsetzung, vor allem, da es mit einem Cliffhanger endet.

Ich finde, dass „Children of Blood and Bone- Goldener Zorn“ seinem Hype nicht ganz gerecht wird. Nach vielem Nachdenken habe ich mich aber trotz meiner Kritik für knappe vier Sterne entschieden, da das Buch ein wichtiges Statement setzt und ich mich durchweg gut unterhalten fühlte. Außerdem mag ich das Setting sehr.

2 Replies to “[Rezension] „Children of Blood and Bone- Goldener Zorn“ von Tomi Adeyemi”

  1. Hallo Mandy,

    das Buch steht schon im Lesestapel des Juli im Regal und ich bin sehr gespannt auf die Story und wie es mir natürlich gefallen wird. Mal sehen, ob es mir ähnlich ergehen wird wie dir.

    Gehypte Bücher und die daraus entstehenden Erwartungen sind immer teuflich :) Deshalb wartet es auch noch einig, bis ich es lese.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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