[Rezension] „Ein Augenblick für immer- Das erste Buch der Lügenwahrheit“ von Rose Snow

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Nachdem Junes Freund sich von ihr getrennt hat, beschließt sie kurzfristig für ein Auslandsjahr nach Cornwall zu ihrem Onkel Edgar zu reisen. Dort trifft sie auf Mythen und Legenden und auf die unwiderstehlichen Brüder Blake und Preston, die sich nicht leiden können und irgendetwas vor ihr geheim halten. Sie fühlt sich zu beiden hingezogen und verstrickt sich immer in deren Bann, gibt aber auch die Suche nach Antworten nicht auf.

Nachdem ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Ich lese gerne Romantasy, das Setting klang wunderschön und auch das Autorenduo ist mir ein Begriff. Voller Erwartung begann ich also mit diesem Buch. Doch leider wurde ich hier ziemlich enttäuscht. Zwar fand ich das Setting und die Atmosphäre Cornwalls wirklich toll und ich hatte wirklich das Gefühl, dass die Mythen und Legenden dort lebendig werden können, aber der Plot an sich konnte mich nicht überzeugen.

Dabei fand ich das Grundgerüst noch interessant. Der Fantasyanteil und die Geheimnisse der beiden Brüder haben viel Potenzial und auch, das was June erlebt, gefiel mir. Doch gibt es viel zu wenige Antworten. Alle drei haben interessante Fähigkeiten, aber viel mehr erfährt man nicht darüber, außer, dass immer wieder beschrieben wird, wie June sie anwendet. Ansonsten dreht sich eigentlich alles nur um Junes Gefühle, die Rivalitäten der beiden Brüder und Junes Familie.

Dabei irritierte es mich auch, dass June nicht wusste, wie wohlhabend ihr Onkel ist und wie er so lebt. Zwar hatte die Familie so gut wie keinen Kontakt zu ihrem Onkel, aber dennoch fand ich das etwas unlogisch. Und natürlich ist hier eine Dreiecksgeschichte vorprogrammiert. Zwar war mir das nach dem Klappentext bewusst, aber es war einfach zu extrem und da ich eh kein Fan von so etwas bin, ging es mir schnell auf die Nerven.

Interessant fand ich dagegen, wie June neue Freunde findet und sich in Cornwall einlebt. Das war wirklich gut dargestellt und auch June als Protagonistin mochte ich im Großen und Ganzen, auch wenn ich sagen muss, dass mir hier alle zu blass blieben. Blake und Preston waren mir zudem ziemlich unsympathisch. Dagegen mochte ich Junes Onkel und ihre neuen Freunde sehr gerne.

Die Offenbarung, wieso Junes Freund mit ihr Schluss gemacht hatte, kam dann für mich auch nicht wirklich überraschend und alles in allem empfand ich den Plot, trotz eines großartigen Schreibstils als ziemlich langweilig. Alles wird aus Junes Ich-Perspektive geschildert, was mir gut gefiel.

Das Ende macht mich dann aber wiederum neugierig auf die Fortsetzung, die ich aber wohl erst lesen werden, wenn ich die ersten Meinungen dazu gehört habe. Alles in allem hat mich dieses Buch trotz der tollen Idee also ziemlich unzufrieden zurückgelassen.

Leider war dieser Auftaktband nicht nach meinem Geschmack und ich habe lange überlegt, wie ich es bewerte. Denn die Idee, die Atmosphäre, das Setting und der Schreibstil gefielen mir sehr. Doch der Plot war langweilig, die Dreiecksgeschichte ging mir auf die Nerven und ich bekam zu wenig Hintergrundwissen. Deshalb habe ich mich für sehr knappe drei Sterne entschieden. Wer allerdings gerne Bücher mit Dreiecksgeschichten liest, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

2 Replies to “[Rezension] „Ein Augenblick für immer- Das erste Buch der Lügenwahrheit“ von Rose Snow”

  1. Hey Mandy,

    ich kann deine Rezi so absolut unterschreiben. Ich mochte das Setting rund um Cornwall wahnsinnig gerne und das Buch hat in mir die Reiselust geweckt. Ich wollte sofort meine Tasche packen und dorthin fahren.
    Aber leider war mir die Geschichte zu langweilig und dass das Hauptaugenmerk auf der Liebesgeschichte lag, hat mich echt gestört. Auch das ewige erwähnen wie toll doch die beiden Brüder sind fand ich nervig.

    Liebe Grüße
    Sandra

    1. Hi Sandra,
      dann ging es dir ja wie mir und ich kann dir zustimmen. Beim Lesen wäre ich auch am liebsten direkt nach Cornwall gereist. :)
      Liebe Grüße
      Mandy

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