[Rezension] „Das Gold der Krähen“ von Leigh Bardugo

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen bei Droemer Knaur.

Kaz Brekker und die Krähen sind zurück und sie haben nur ein Ziel: Rache. Denn nachdem sie nach Ketterdam zurückkehren, werden sie verraten und Inej gefangen genommen. Nur knapp überleben die anderen Krähen. Doch Kaz wäre nicht Kaz, wenn er nicht bereits Pläne schmieden würde und alles in seiner Macht stehende unternehmen würde, um Inej zu befreien und sich zu rächen.

Was habe ich mich auf diese Fortsetzung gefreut. Schon die „Grischa“-Trilogie gehört zu meinen absoluten Lieblingsreihen und auch der Auftakt dieser Dilogie „Das Lied der Krähen“ war für mich ein Highlight. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und zum Glück wurde ich nicht enttäuscht. Ich finde es vor allem spannend, dass diese Reihe ebenfalls in der Welt der Grischa spielt, aber doch irgendwie ganz anders ist.

Für den Einstieg ins Buch habe ich etwas Zeit gebraucht, da ich Band eins vor ungefähr einem Jahr gelesen habe und es einfach eine komplexe Dilogie ist. Doch nachdem mir der Einstieg gelang, war ich wieder völlig gefesselt. Der Plot beginnt nahtlos nach den Geschehnissen des ersten Bandes, ohne große Rückblenden, aber doch so, dass die Erinnerung gut aufgefrischt wird, was mir den etwas schweren Einstieg erleichtert hat.

Die Krähen sind zurück und schwören Rache, aber zuerst hat Inejs Rettung Priorität. Verschiedene Handlunsgsstränge werden hier dargestellt, weitergeführt und schließlich zu einem großen Ganzen geformt. Ich liebe die Ideen der Autorin und wie komplex doch die Welt ihrer Bücher ist. Die Idee der Grischa mochte ich schon immer, aber auch die Krähen gefielen mir.

Dabei finde ich es besonders spannend, wie unterschiedlich die Krähen sind, welche Fähigkeiten jeder hat, wie sie zusammenarbeiten und wie die zwischenmenschliche Beziehungen zueinander sind. Ich empfand die Protagonisten Kaz, Inej, Nina, Matthias, Jesper und Wylan im ersten Band schon als tiefgründig und vielschichtig und dieser Eindruck wurde hier sogar noch verstärkt.

Der Schreibstil zeichnet sich erneut durch einen teils bissigen und sarkastischen Humor und schlagfertigen Dialogen aus, aber auch durch atmosphärische Beschreibungen und einer ganz besonderen Sprache. Dazu kommt, dass die Autorin Emotionen eindrucksvoll vermitteln kann und so den Leser die verschiedenen Gefühle ihrer Protagonisten hautnah miterleben lässt. Erneut wird der Plot aus verschiedenen Perspektiven geschildert und ich finde das hier einfach großartig. Keine Perspektive ist langweilig und nichts überflüssig.

Der Plot an sich ist actionreich, spannend, voller Emotionen und basiert auf einem Fantasyhintergrund, der einfach komplett nach meinem Geschmack ist. Der Hauptschauplatz des Buches ist die Hafenstadt Ketterdam und diese wird so detailliert beschrieben, dass ich das Gefühl hatte hautnah dabei zu sein. Das Buch gipfelt in einem grandiosen Finale, nach dem ich wirklich traurig bin, dass das Abenteuer der Krähen schon wieder vorbei ist. Ich fand Band eins schon sehr gelungen, aber Band zwei ist sogar noch besser und ich würde mich freuen, wenn es doch noch eine Fortsetzung geben würde.

Was für eine Fortsetzung und was für ein Dilogie-Abschluss… Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich diese Dilogie rund um die sechs Krähen liebe und diese Fortsetzung gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern. Zwar habe ich gemerkt, dass für so eine komplexe Geschichte zu viel Zeit zwischen den einzelnen Bänden lag, aber dennoch bin ich mehr als begeistert und kann das Buch jedem Fantasyfan ans Herz legen.

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