[Rezension] „Spinster Girls- Was ist schon typisch Mädchen?“ von Holly Bourne

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Lottie leidet darunter, wie sie immer wieder als Mädchen behandelt wird. Dabei möchte sie einfach nur, dass die Menschen gleichbehandelt werden. Zusammen mit ihren Freundinnen Evie und Amber hat sie den Spinster Club gegründet, der immer beliebter wird. Lottie beschließt auf dem Vlog der Freundinnen auf jede sexuell diskriminierende Situation aufmerksam zu machen. Und ganz nebenbei muss sie weiter für ihre Zukunft kämpfen und da wäre auch noch Will…

Nachdem mich der erste Band der „Spinster Girls“ unglaublich begeistert hat, wollte ich natürlich wissen, wie es mit den drei Freundinnen weitergeht. Hier steht dieses Mal Lottie im Vordergrund, die so anders ist als Evie im ersten Band. Wenn ich Lottie mit einem Wort beschrieben müsste, wäre es wohl laut. Lottie ist anstrengend, aber ihr Engagement für den Feminismus und ihre Ziele im Leben finde ich bewundernswert. Sie gibt nicht auf und versucht alles um ihre Pläne zu verwirklichen. Das mochte ich dann wiederum sehr an ihr.

Der Plot dreht sich wie zu erwarten war sehr um Feminismus und Sexismus und rüttelt auf. Die Thematik sensibilisiert den Leser und man hinterfragt die Gesellschaft, was ich sehr gelungen fand. Hier werden wichtige Themen in eine unterhaltsame Geschichte verpackt und mir gefällt es besonders, dass hier der Humor nicht verloren geht und ich wirklich oft auflachen musste, weil ich so amüsiert war. Dadurch wird das Ganze aber auch nicht ins Lächerliche gezogen, sondern an den richtigen Stellen ist das Buch ernst und regt zum Nachdenken an.

Ich mochte die drei Freundinnen erneut sehr, auch wenn ich mit Lottie wegen ihrer Art so manches Mal meine Probleme hatte. Dennoch bleibt sie sich selbst treu und das finde ich gut und wichtig. Und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Zusammen mit Lottie habe ich ein Wechselbad der Gefühle durchgemacht und war sehr gefesselt von dem Buch.

Vor allem mag ich den locker, flockigen Schreibstil. Alles wird aus Lotties Ich-Perspektive geschildert und so ist das Buch so geschrieben, wie jemand in ihrem Alter sprechen würde, was sehr gut passt. Das Ende rundet das Ganze überzeugend ab und so bin ich gespannt auf den dritten Band dieser für Jugendliche wichtigen Trilogie.

„Spinster Girls- Was ist schon typisch Mädchen?“ sensibilisiert. Es dreht sich um ein wichtiges Thema. Zwar war mir Lottie manches mal zu anstrengend, aber dennoch bewundere ich sie für das was sie hier tut und kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Alles dreht sich um Feminismus und Sexismus und so regt das Buch ganz nebenbei zum Nachdenken an.

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