[Rezension] „Monsters of Verity- Dieses wilde, wilde Lied“ von Victoria Schwab

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Loewe Verlag.

Verity City ist eine geteilte Stadt. Die Menschheit kämpft ums Überleben, denn durch jede Gewalttat entsteht ein Monster und diese haben es auf die Menschen abgesehen. Jede Seite der Stadt geht anders mit der Bedrohung um und wird von einem anderen Herrscher kontrolliert. Und ausgerechnet die Kinder dieser Herrscher treffen aufeinander. Deren Schicksal führt die beiden immer enger zusammen. Denn Kate möchte ihrem Vater beweisen, dass er stolz auf sie sein kann und August versucht sein wahres Wesen zu unterdrücken.

Da ich schon die „Vier Farben der Magie“-Trilogie der Autorin sehr mochte, war ich gespannt auf ihr neues Werk. Zu Beginn hatte ich einige Einstiegsschwierigkeiten ins Buch, weil ich erst verstehen musste, woher die Monster kommen, welche Arten es gibt und wie die Stadt Verity regiert wird. Das Worldbuilding ist unglaublich interessant, das Buch düster und teils sehr brutal. Ich finde die hier dargestellte Entstehung der Monster unglaublich faszinierend. Aus jeder Gewalttat entsteht ein Monster, je nachdem was es für eine war. Durch diesen schwierigen Einstieg dümpelt die Geschichte etwas vor sich hin, aber nachdem ich Zugang zu dem Setting gefunden habe, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und war mehr als begeistert.

Besonders die Fähigkeiten der Monster und allen voran der Sunai, zu denen August gehört, konnten mich begeistern. Die Art, wie die Sunai töten und sie sich nähren, fand ich spannend, wenn auch düster und brutal. Auch die Machtstruktur der Stadt fand ich faszinierend, weil seit sechs Jahren ein Waffenstillstand herrscht, der aber auf der Kippe steht. Die beiden Seiten der Stadt sind komplett gegensätzlich. Es ist teils ein abgedrehtes Buch, aber ich lese gerne so etwas.

Allerdings haben es mir die Figuren nicht ganz leicht gemacht. Kate war mir auf den ersten Blick zu hart, August zu weich. Aber im Laufe des Buches kann man hinter Kates Fassade blicken und erfährt mit ihr zusammen mehr über ihre Vergangenheit. Spannend fand ich, dass August ein Gewissen hat, obwohl er ein Monster ist, was die Grenzen von Gut und Böse herrlich verschwimmen lässt. Die anderen Figuren waren hier etwas nebensächlich, auch wenn die Herrscher mich interessiert haben und es interessante Intrigen und Wiedersacher gibt.

Emotionen waren durchweg spürbar und auch der Schreibstil gefiel mir sehr. Vieles wird recht detailliert bschrieben und man sollte nicht zu zartbesaitet sein, weil es oft blutig wird. Manche Konflikte lösen sich zu schnell, aber alles in allem fand ich das Buch nach den schon erwähnten Startschwierigkeiten unglaublich spannend, abwechslungsreich und actiongeladen, aber an den richtigen Stellen auch sanft und so voller Gefühl. Der Plot wird abwechselnd aus der personalen Perspektive von August und Kate geschildert, was mir gut gefiel.

Besonders das Ende hat mich dann von dem Buch überzeugt und lässt mich nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten.

Dieser Auftaktband konnte mich nach einigen Startschwierigkeiten begeistern. Das Worldbuilding ist mal etwas anderes und ich finde die Darstellung der Monster und der Welt an sich mehr als faszinierend. Es ist ein düsteres, teils brutales Buch, das wohl nicht für jeden etwas ist. Bei mir hat es einen Nerv getroffen, sodass ich mich sehr auf die Fortsetzung freue.

4 Replies to “[Rezension] „Monsters of Verity- Dieses wilde, wilde Lied“ von Victoria Schwab”

  1. Hi liebe Mandy,

    ich bin noch mitten drin beim Lesen, kann dir aber nur zustimmen: Kate wirkt sehr hart, August tatsächlich eher weich, ich bin noch sehr aufs Ende gespannt. Jetzt bin ich ca. bei der Hälfte :-)

    Liebe Grüße
    Desiree

    1. Hi Desiree,
      dann bin ich mal gespannt auf deine endgültige Meinung. Ich glaube, ich gehöre zu den wenigen, die das Buch überhaupt mochten. Viel Spaß noch damit.
      Liebe Grüße
      Mandy

  2. Hallo Mandy,

    schön, dass dir das Buch besser gefallen hat, als mir. Für mich hätte es ein wenig mehr Spannung vertragen können. Positiv fand ich zum einen die Idee mit der Entstehung der Monster, das düstere Setting und August. Kate blieb mir ein wenig zu distanziert und ich konnte nicht so wirklich mit ihr.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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