[Hörbuch-Rezension] „Aquila“ von Ursula Poznanski

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https://www.amazon.de/Die-Androidin-Auf-Flucht-Roman/dp/3596297281/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1499770896&sr=8-1&keywords=die+androidin+-+auf+der+flucht     http://www.loewe-verlag.de/titel-933-933/demon_road_hoelle_und_highway-7869/

Nika ist im Auslandssemester in Siena gelandet, ohne die Sprache dort sonderlich gut zu verstehen. Umso schwieriger wird es für sie, als sie ohne Erinnerung an die letzten Tage in ihrer Wohnung aufwacht und ihre Mitbewohnerin spurlos verschwunden zu sein scheint. 

Ursula Poznanski startet die Geschichte direkt und ohne Umwege mit dem Erwachen der Protagonistin mit eben jenem Gedächtnissverlust, um den es in der Geschichte geht. Keine Vorgeschichte, die erzählt wird, da sich Mika diese selbst im Laufe des Hörbuchs zusammen zu reimen hat. Entsprechend weiß man auch anfangs gar nicht unbedingt, um was für eine Geschichte es sich hier handelt (zumindest, wenn man wie ich nicht einmal einen Klappentext gelesen, sondern sich allein aufgrund der Autorin zu dem Buch hat hinreißen lassen). Ich habe lange Zeit eine Mafia-Geschichte vermutet und diese Unwissenheit machte es umso spannender. Habe auch lange überlegt, woher der Name des Buches kommt.
Zum Ende hin, wenn die Erinnerungen Mikas langsam Form annehmen, wird die Geschichte meiner Meinung nach etwas flacher. Die Spannungsmomente und dramatischen Wendungen kommen eher früher in der Geschichte und zum Schluss wird alles eher sortiert und zusammengesetzt, was mich aber nun nicht unbedingt gestört hat. Vielmehr merkt man dadurch auch einfach, dass die Protagonistin selbst mit ihren Kräften am Ende ist. 
Die Charaktere haben mich schon sehr überrascht. Ich habe einigen von Anfang an misstraut und auch über andere hatte ich bestimmte Vermutungen… und alles wurde über den Haufen geworfen. Hut ab, Frau Poznanski. Ich mag es ja, so überrascht zu werden.
Ich bin ja was Sprecher angeht mittlerweile schon verwöhnt und mag männliche Sprecher lieber als weibliche. Laura Maire konnte mich hier aber überzeugen und hat gute Arbeit geleistet. Vor allem ihre Art, Mika als verunsichertes junges Mädchen zu sprechen, hat mir sehr gefallen. Steht in einem guten Kontrast zu… anderen weiblichen Charakteren (ich kanns nicht anders schreiben ohne spoilern zu müssen).

5! Sehr sehr cool. Aquila hat mir richtig gut gefallen und konnte mich derart fesseln, dass ich mir zwischen meinen Arbeitswegen (bei denen ich die meisten Hörbücher durchbekomme) oft schon Gedanken machte, wann ich weiter hören könnte. Das an sich sagt für mich schon viel aus. Ganz klare Empfehlung!

  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
  • Das gleichnamige Buch ist beim Loewe Verlag erschienen.
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[Hörbuch-Rezension] „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness, Siobhan Dowd

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Conors Mutter hat Krebs. Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass es ihr irgendwann besser geht und steht ihr bei. Eines Tages genau sieben Minuten nach Mitternacht wacht er aus dem Albtraum auf, der ihn verfolgt. An sein Fenster klopft ein Monster, es ist eine alte Eibe, die schon viel von der Welt gesehen hat. Sie möchte Conor Geschichten erzählen, die anders sind als alles was Conor bisher gekannt hat. Conor muss sich seinen Ängsten stellen, doch ist er bereit dafür?

Erst durch die Verfilmung wurde ich auf dieses Hörbuch aufmerksam und ich muss sagen, dass es mich überrascht hat. Ich hatte nicht erwartet, dass mich hier eine so aufwühlende, hochemotionale und tieftraurige Geschichte erwartet, die unglaublich tiefgründig ist. 
Man begleitet Connor auf seinem schwierigen Weg mit der Krankheit seiner Mutter klarzukommen. Er hofft immer auf eine Heilung, obwohl es seiner Mutter immer schlechter geht. 
Alles andere kommt für ihn nicht in Frage. In seiner Trauer stößt er viele Menschen von sich und ich finde die Darstellung seiner Gefühle so unglaublich authentisch und bewegend, dass ich immer wieder Tränen in den Augen hatte.
Conor ist ein Protagonist, der mir gleich ans Herz gewachsen ist.

Das Monster das ihn besucht mit seinen tiefgründigen Geschichten, konnte mich ebenfalls überzeugen. Die Geschichten bieten so einige Überraschungen und lassen Conor nach und nach in seine eigene Seele blicken. Hin und wieder fragt man sich, ob das Monster real ist oder Conor verrückt wird, was aber auch den Reiz des Ganzen ausmacht. Aber eigentlich ist es nicht wichtig, ob es das Monster wirklich gibt, denn das was es bewirkt ist großartig.

Der Schreibstil ist ebenfalls wundervoll, bildlich und passt grandios zu dem Plot. Alles wird aus Conor personaler Erzählperspektive geschildert, was mir sehr gut gefallen hat.
Einzig die Sprecherin des Hörbuches war nicht ganz nach meinem Geschmack. Weibliche Sprecher haben es bei mir sowieso immer schwer und ich empfand ihre Stimme als zu eintönig. Ich hätte mir eine Stimme mit mehr Emotionen, vielleicht sogar eine männliche Stimme gewünscht. 
Nachdem ich mich aber an die Stimme gewöhnt hatte, habe ich ihr sehr gerne gelauscht.

Das Ende war so wie erwartet und ich musste es erst mal sacken lassen. Es ist ein ganz besonderes Hörbuch und ich werde definitiv auch noch den Film dazu schauen.

 

„Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist ein ganz besonderes Hörbuch, mit einer tiefgründigen und hochemotionalen Geschichte. Leider war die Sprecherin nicht ganz mein Fall, aber dennoch konnte mich das Hörbuch fesseln und in seinen Bann ziehen und ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

  • Hierbei
    handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband. 
  • Das Hörbuch wurde auch verfilmt.
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[Hörbuch-Rezension] „Rat der Neun- Gezeichnet“ von Veronica Roth

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Cyra hat schon immer ein schweres Leben gehabt. Sie muss durchgehend Schmerzen ertragen und kann auch anderen Menschen durch eine Berührung Schmerzen zufügen. Ihr Bruder Ryzek ist der Herrscher ihres Volkes und herrscht mit eisernem Regime. Er kontrolliert und erpresst Cyra und nutzt sie als Waffe. Doch Cyra ist stärker als sie selber weiß.
Akos dagegen ist ganz anders aufgewachsen, behütet und geliebt. Doch eines Tages werden er und sein Bruder entführt und sein Vater getötet. Und das im Auftrag von Cyras Bruder Ryzek. Akos einziges Ziel besteht darin, seinen Bruder zu retten.

Ich gehöre wohl zu den wenigen, die „Die Bestimmung“-Trilogie geliebt haben und dabei mochte ich sogar den viel kritisierten dritten Band. Deshalb war ich mehr als gespannt auf diese neue Reihe der Autorin. Das Buch hat einen Science-Fiction Hintergrund und spielt in einer fremden Galaxie. Ich empfand den Einstieg als sehr schwierig, was vielleicht auch daran gelegen hat, dass ich hier zum Hörbuch gegriffen habe. Ich glaube als Buch wäre es mir leichter gefallen. Denn zu Beginn wird man mit fremden Begriffen, vielen Personen, Familienverhältnissen und Planeten einfach nur überrannt. Es gibt unglaublich viele Informationen und man muss sich erst mal in der Welt des Hörbuches zurecht finden.

Nachdem mir das aber gelang, wollte ich gar nicht mehr aufhören. Das Hörbuch hat sogar dafür gesorgt, dass ich noch öfters ins Fitnessstudio gegangen bin um Zeit zu finden es zu hören.
Die von der Autorin geschaffene Welt ist so voller Facetten und Tiefgründigkeit und es gibt immer wieder etwas zu entdecken, sie ist wirklich komplex.
Besonders faszinierend fand ich, dass einige Menschen besondere Fähigkeiten haben und es Orakel gibt, die wirklich Visionen haben. Auch das Leben auf den verschiedenen Planeten konnte mich faszinieren.

Das Hörbuch ist aber auch brutal und blutig und oft schockierend. Doch nicht nur, es zeigt auch wie Cyra und Akos, die sich eigentlich hassen müssten, näher kommen, sich verstehen lernen und sich durch den anderen entwickeln. Diese Entwicklung konnte mich völlig überzeugen.
Sowieso fand ich die Protagonisten unglaublich spannend, auch wenn Cyra zuerst wenig sympathisch wirkt. Jeder hat seine Geschichte, was die Figuren des Hörbuchs unglaublich authentisch und tiefgründig machen.

Der Schreibstil ist gewohnt erstklassig, wenn auch teils anspruchsvoll, aber emotional und bildlich. Alles ist sehr atmosphärisch und düster geschrieben, was zum Gesamtbild passt. Der Plot wird mal aus Cyras, mal aus Arkos‘ Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr gut fand. 
An die Sprecher musste ich mich allerdings zuerst gewöhnen, obwohl sie beide das Hörbuch gut und fesselnd lesen und Gefühle ausdrucksstark übermitteln. Ich glaube das liegt daran, dass ich mittlerweile einfach meine Lieblingssprecher habe und andere es dagegen schwer haben.

Den Plot empfand ich nach meinen Anfangsschwierigkeiten als durchweg spannend und fesselnd, es gibt so einige überraschende Wendungen und das Ende macht Lust auf den zweiten Band.

 
„Rat der Neun- Gezeichnet“ konnte mich trotz meiner Anfangsschwierigkeiten begeistern. Es ist ein Hörbuch voller Facetten und spannend und emotional. Obwohl es ein recht langes Hörbuch ist, hätte ich noch ewig weiterhören können. Ich kann dieses Hörbuch jedem empfehlen, der sich von vielen fremden Begriffen, Namen und Familienzusammenhänge nicht abschrecken lässt.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den 1. Band einer Dilogie.
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  • Über die Sprecher Laura Maire und Shenja Lacher erfahrt ihr hier mehr: Klick und Klick

[Hörbuch-Rezension] „Elanus“ von Ursula Poznanski

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Der
hochbegabte Jona bekommt mit 17 Jahren ein Stipendium an einer
Elite-Universität. So intelligent er jedoch ist, so fehlt es ihm an
sozialer Kompetenz. Schnell macht er sich bei Mitschülern unbeliebt und
auch in seiner Gastfamilie fühlt er sich alles andere
als wohl. Obendrein betreibt er ein eher verwerfliches Hobby: mittels
Handynummern, Spyware und einer selbst gebauten Drohne spioniert er
seine Mitmenschen aus und gerät darüber in ernste Probleme, als einer
seiner Dozenten verstirbt.

Die
Geschichte um Jona beginnt mit der Ankunft in der neuen Gastfamilie.
Schnell merkt man, dass der Junge zwar wirklich sehr intelligent ist,
jedoch mit seinen Mitmenschen nicht besonders leicht zurecht kommt.
Schnell lässt er den Klugscheißer raushängen oder provoziert seine
Mitmenschen mit voller Absicht. Das macht den Charakter nicht nur
interessant, es erklärt auch, warum er keine Skrupel hat, seine
Mitmenschen mit Hilfe seiner Drohne auszuspionieren. Die anderen
Charaktere empfand ich nun als eher langweilig und recht klischeelastig.
Mit Ausnahme von Marlene. Auch sie hat ihre Eigenarten und ist kein
Charakter, den man in einer solchen Form schon aus zig anderen Büchern
kennt.
Aber
auch wenn viele der Charaktere schnell in Schubladen einzusortieren
sind, so hat mich die Story an manchen Stellen doch noch etwas
überrascht. Es bleibt bis zum Ende spannend. 

„Elanus“
ist ein weiterer Thriller von Ursula Poznanski, in dem sie aktuelle
Themen verarbeitet. Dieses Mal greift sie das Thema der mittlerweile
überall kaufbaren Drohnen auf und so wie auch bei ihren vorigen Büchern
stellt sie mit einer sehr gut geschriebenen Story die Gefahren der neuen
Technik dar. Vor einigen Jahren wäre das Buch vermutlich noch als
Science Fiction einzuordnen gewesen, heute ist es topaktuell (wobei sich
mir die Frage stellt, ob es in 10 Jahren dann vielleicht veraltet sein
wird). Die Technik, von der im Buch die Rede ist, existiert bereits,
auch wenn sich der Großteil der Menschen vermutlich der Gefahren gar
nicht bewusst ist. Hier setzt „Elanus“ an und schildert, wie
erschreckend einfach man von einer fremden Person heutzutage
ausspioniert werden kann. Dabei geht das Buch aber auch nicht zu sehr
auf die Technik sein, als dass man hier wieder davon gelangweilt sein
könnte. Die Fragen, die ich mir als Technikfan während des Hörens
stellte – zum Beispiel was für eine Reichweite solch eine Drohne hat
bzw. wie die Drohne überträgt – wurden nicht geklärt. 
Soviel zum technischen Aspekt.
Jens
Wawrczeck hat mich bereits bei „Layers“ als Sprecher überzeugt und auch
hier leistet er wunderbare Arbeit. Er schafft es wieder sehr gut die
verschiedenen Personen in ihrere Sprechweise zu differenzieren, so dass
man meist nicht einmal erklärende Worte benötigt, wer da nun welchen
Dialog führt. Und auch wenn ich zeitweise immer wieder an den kleinen
Kumpel (bin gerade zu faul den Namen zu googlen) bei „King of Queens“
denken muss, so höre ich seiner Stimme gerne zu.

 
Ich
gebe Elanus 4 1/2 von 5 Punkten. Es ist auf jeden Fall ein gute Hörbuch
mit einem super Sprecher, konnte mich nun aber nicht so sehr fesseln,
als dass ich 5 Punkte geben würde. Dennoch meine ganz klare
Kaufempfehlung!
 

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