[Rezension] „Lockwood & Co.- Das Grauenvolle Grab“ von Jonathan Stroud

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Seitdem der sprechende Schädel Lockwood und seinen Freunden etwas unglaubliches verraten hat, versuchen sie dem auf den Grund zu gehen. Dafür brechen sie in das Mausoleum ein, in dem die Agentin Marissa Fittes ruht. Diese ist legendär, denn mit ihr fing der Kampf gegen die Geister an. Doch wenn der Schädel recht hat, liegt sie gar nicht in ihrem Grab und alles was sie bisher zu wissen glaubten, wird auf den Kopf gestellt.

 

Einerseits konnte ich es gar nicht erwarten dieses Finale zu lesen, andererseits war ich aber auch traurig, dass diese besondere Reihe rund um Lockwood, Lucy, ihren Freunden und den Geistern vorbei ist. Ich liebe das Setting des Buches und auch die Idee dahinter hat auch nach vier Bänden nicht seinen Reiz verloren. 
Dennoch war ich skeptisch, wie der Autor die vielen offenen Fragen wohl in ein stimmiges Finale packen wird. Doch er hat mich überzeugt. Dieser finale Band steht seinen Vorgängern in nichts nach und die offenen Fragen und Handlungsstränge wurden meiner Meinung nach wunderbar gelöst.

Viele Auflösungen waren mir dank der Vorbände schon klar, aber dennoch konnte mich der Autor mit einigen Sachen überzeugen. Und auch sonst ist der Plot spannend, actionreich und emotional, enthält aber auch den typischen Humor des Autors, der die Stimmung immer wieder auflockert. Da mochte ich besonders die Wortgefechte zwischen Lucy, Lockwood, Georg, Holly und Kipps. Aber auch die gruselige Atmosphäre und der Nervenkitzel kommt nicht zu kurz.

Ich liebe den Mischung aus einer Agentengeschichte und einer Geistergeschichte in der Erwachsene nur eine Nebenrolle spielen.
Sowieso finde ich die Protagonisten der Reihe einfach großartig. Jeder hat seine Ecken und Kanten und eine gewisse Tiefe. Mittlerweile hat man alle näher kennengelernt und auch viele Facetten der Protagonisten erlebt und viel über deren Vergangenheit erfahren. Wenn man die Reihe liest kann man gar nicht anders als Lucy, Lockwood, Georg und Holly, aber auch Kipps in sein Herz zu schließen. 

Der Schreibstil ist gewohnt großartig. Alles wird
atmosphärisch, manchmal sehr gruselig und manchmal mit viel Humor
geschildert, sodass es viel Abwechslung gibt. Der Schreibstil ist leicht
und locker zu lesen und mit wenigen Worten lässt der Autor ein
wahres Feuerwerk der Gefühle und ein regelrechtes Kopfkino entstehen. 
Alles wird aus Lucys Ich-Perspektive geschildert, was mir schon in den Vorbänden gefallen hat.

Wie schon erwähnt gefällt mir das Finale und so schließt auch das Ende dieses letzten Bandes die Geschichte sehr gut ab und ließ mich zufrieden zurück. Ich bin zwar traurig, dass die Reihe nun vorbei ist, aber dieses Finale konnte mich darüber hinwegtrösten, so dass ich jetzt nur gespannt bin, was der Autor als nächstes schreibt.

Dieses Finale konnte mich komplett überzeugen. „Lockwood & Co.“ ist eine besondere Reihe mit einem genialen Setting und tollen Ideen. Ich kann es jedem empfehlen, der einer Mischung aus Agenten- und Geistergeschichten mit jungen Protagonisten nicht abgeneigt ist. Besonders der Humor konnte mich immer wieder überzeugen.

  • Hierbei
    handelt es sich um den 5. und damit letzten Band einer Reihe.
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[Rezension] „Viking Warriors- Der Speer der Götter“ von Richard Dübell

 

Der 14-jährige Viggo hat keine Ahnung, wer seine leiblichen Eltern sind. Er ist bei Pflegeeltern aufgewachsen und auch wenn er sie liebt, wünscht er sich etwas über seine Wurzeln zu erfahren. Eines Tages kommt ein fremder Mann zu ihm nach Hause. Er behauptet der Gott Loki zu sein und dass er weiß, wer seine Eltern sind. Dafür befördert er Viggo zurück in die Vergangenheit und von jetzt auf gleich muss Viggo sich mit Wikingern herumschlagen und ganz nebenbei soll er die Götterdämmerung Ragnarök verhindern und seine Eltern finden.


Als großer Fan der nordischen Mythologie gehörte dieses Buch für mich zum Pflichtprogramm. Das Grundkonzept erinnert etwas an „Magnus Chase“ von Rick Riordan, ist aber doch ganz anders.

Denn der Protagonist Viggo wird in die Zeit der Wikinger katapultiert, in der die Mythen und Legenden, sowie der Glaube noch lebendig sind. Das Christentum hält gerade Einzug und ganz nebenbei muss Viggo sich in einer fremden Welt durchschlagen. Dabei hat er es nicht einfach, da Loki ihn ohne Hilfe dort lässt, er direkt ein Sklave wird und nicht weiß, was er tun soll.
Dennoch kommt er erstaunlich gut zurecht und es scheint, dass er viel besser in diese Welt passt als in die heutige Zeit. Er war mir von dem ersten Moment an sympathisch und ich konnte komplett mit ihm fiebern. Im Laufe des Buches wird er richtig einfallsreich und listig und schafft so ganz neue Möglichkeiten.
Aber auch die anderen Figuren des Buches, die man oft aus Geschichtsbüchern kennt, wie z.B. Leif Erikssons, konnten mich überzeugen.

Man braucht eigentlich auch keinerlei Vorwissen zu der Mythologie oder zu den Wikingern, denn ganz nebenbei erfährt man einiges darüber, sodass ich das Buch als richtig lehrreich empfunden habe. Es vermittelt Wissen, ohne dabei langweilig zu werden. Das Wissen ist geschickt in einen spannenden und unterhaltsamen Plot eingewoben und wird durch ein ansprechendes Glossar abgerundet.
Ich habe es genossen Viggo auf seinem Abenteuer zu begleiten.

Der Schreibstil passt perfekt zum Buch, ist dabei leicht und locker zu lesen, damit es auch zur gedachten Altersgruppe passt. Dennoch war die Sprache der Wikinger und alles andere sehr authentisch und atmosphärisch.
Der Plot wird fast komplett aus Viggos personaler Erzählperspektive geschildert, es gibt aber auch einige wenige Perspektiwechsel, die das Ganze abrunden.

Das Ende macht neugierig auf die Folgebände und ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer mit Viggo, denn es gibt hier so einige Überraschungen zu entdecken.


„Viking Warriors- Der Speer der Götter“ gefiel mir wirklich sehr gut und ich kann es jedem empfehlen, der die nordische Mythologie mag, oder mehr darüber erfahren möchte und zwar egal wie alt man ist. Ich halte das Buch auch für Jungs mehr als geeignet, sodass es eigentlich für jeden etwas sein dürfte.


 

[Rezension] „Fire Girl- Gefährliche Suche“ von Matt Ralphs

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Die 12-jährige Hazel lebt zusammen mit ihrer Mutter Hecate auf einer einsamen Lichtung mitten im Wald und abgeschottet von dem Rest der Welt. Ihre Mutter ist eine Hexe und diese werden verfolgt. Erst als Hazels Mutter von einem Dämon entführt wird, verlässt Hazel die Lichtung und merkt, dass sie selber auch Zauberkräfte hat. So begibt sie sich auf eine gefährliche Reise immer auf der Suche einen Weg zu finden, ihre Mutter zu retten. Gemeinsam mit einer verzauberten Haselmaus, dem Dämonenjäger Titus und seinem Gehilfen David begibt sie sich in eine für sie unbekannte Welt.

Dieses Buch konnte vor allem durch das schöne Cover mein Interesse wecken, aber auch der Klappentext klang vielversprechen, zumal ich Bücher über Hexen mag. Es spielt im Jahre 1656 in London, es gibt Hexen und Magie, aber auch Hexenjäger und Dämonen. Nach einem Hexenkrieg bei dem die Hexen verloren haben, werden sie gesucht und getötet. Das Setting ist wirklich gelungen. Ich mag diese Mischung aus Fiktion und Realität, auch wenn mich das Buch sonst leider nicht so gut unterhalten konnte wie erhofft. Es ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht richtig gut.

Hazel ist ein unwissendes und naives Kind, das alles was sie nicht weiß von ihrem Begleiter der Haselmaus erfährt. Diese hilft ihr bei Entscheidungen und nimmt ihr so einiges ab. So etwas hat man schon oft gelesen und deshalb war es für mich nichts neues, auch wenn ich denke, dass gerade junge Leser Gefallen daran finden können. Allerdings entwickelt sich Hazel kaum und handelt oft kopflos und unlogisch, was mich immer wieder gestört hat. Ihre Begleiter fand ich insgesamt recht unterhaltsam.

Der Plot an sich ist zwar interessant, aber er plätschert oft nur vor sich hin und war für mich zu vorhersehbar. Viel altbekanntes trifft auf wenig neues und so konnte mich das Buch nur bedingt in seinen Bann ziehen, obwohl ich die Idee mag. Eigentlich lese ich auch mal gerne Bücher mit so jungen Protagonisten, aber dieses Buch ist wohl wirklich eher was für junge Leser, auch wenn ich manches recht brutal finde. Es gibt aber auch humorvolle Stellen und spaßige Dialoge, was das Ganze auflockert.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und sehr einfach gehalten, aber auch atmosphärisch und schön zu lesen. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Hazel erzählt, was gut passt.

Das Ende ist offen und bietet so einigen Stoff für den Folgeband. Ob ich ihn lesen werden, weiß ich noch nicht, denn obwohl ich hier eine mittelmäßige Wertung vergebe, war es einfach nicht ganz das Richtige für mich.

 
 
„Fire Girl- Gefährliche Suche“ ist wohl nur etwas für sehr junge Leser. Die Idee dahinter und das Setting sind toll, aber es war für mich einfach nicht ganz das Richtige. Dafür war mir alles zu vorhersehbar und Hazel entwickelt sich zu wenig. Das Buch hat einiges an Potenzial, das leider nicht genutzt wurde.
  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den ersten von 2 Bänden.
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[Rezension] „Lockwood & Co.- Der Wispernde Schädel“ von Jonathan Stroud

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Seit fünfzig Jahren leidet ganz Großbritannien unter einer Geisterepidemie. Immer mehr ruhelose Geister kommen wieder und niemand weiß woran das liegt. Nur Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen können diese sehen und dagegen kämpfen und so gibt es verschiedene Agenturen, die sich mit der Geisterbekämpfung befassen. Auch Lockwood & Co ist eine von diesen Agenturen, unterscheidet sich aber grundlegend von ihnen, denn es ist die einzige Agentur, die nicht von Erwachsenen geleitet wird und nur aus drei Mitgliedern besteht. Anthony Lockwood, Lucy und George hatten es zuerst schwer, doch nach dem Fall der seufzenden Wendeltreppe läuft das Geschäft gut. Doch der neueste Fall rund um eine Ausgrabung auf dem Friedhof, mit anschließendem Diebstahl und Mord verlangt den dreien alles ab und jede ihrer Fähigkeiten ist gefragt um diesen Fall zu lösen und das alles zu überleben…

„Lockwood & Co.“ ist eine Reihe, die mich schon im Vorband sehr begeistern konnte und so war ich mehr als gespannt auf den neuen Fall von Lockwood, Lucy und George rund um die etwas andere Geisterjagd.

Der Einstieg ist gut gewählt, denn es wird vor dem ersten Kapitel erst einmal die Sache mit den Geistern und den Agenturen erklärt. Anschließend beginnt es mitten im Geschehen und Lockwood, Lucy und George sind mitten in einem Auftrag. Schnell wird klar, dass einige Zeit seit dem letzten Buch vergangen ist und man erfährt, was in der Zwischenzeit so passiert ist.
Dadurch, dass das Buch mitten in einer Geisterjagd startet, beginnt es direkt spannend und diese Spannung zieht sich durch das ganze Buch. Es gibt immer wieder Spannungshöhepunkte und überraschende Wendungen und zu keiner Zeit kommt Langeweile auf.

Ich liebe die Idee der Geister, die nur von Kindern und Jugendlichen gesehen werden können und die Umsetzung des Ganzen. Zwar wüsste ich gerne, wieso es überhaupt das Geisterproblem gibt, aber vielleicht klärt sich das noch in den nächsten Bänden.
Dennoch finde ich diesen Band mehr als gelungen und sofort konnte mich der Humor und der Sarkasmus des Buches wieder fesseln.

Die Protagonisten können auf ganzer Linie überzeugen und den Schlagabtausch zwischen George und Lucy finde ich sehr unterhaltsam. In diesem Band erfährt man etwas mehr über die einzelnen Charaktere, nur Lockwood bleibt noch ziemlich geheimnisvoll. Aber selbst über ihn erfährt man zum Schluss unglaubliches. Alle Charaktere sind tiefgründig und überzeugend ausgearbeitet und keiner von ihnen ist perfekt, was sie nur noch realistischer macht. Ich habe jeden auf seine Art liebgewonnen, aber vor allem Lucy finde ich einfach nur sympathisch und ich könnte sie ewig auf ihren Abenteuern begleiten. Deshalb finde ich es richtig gut, dass alles aus ihrer Ich-Perspektive geschildert wird und man ihre Gefühle und Gedanken hautnah miterleben kann.

Der
Schreibstil unterstützt meinen sehr positiven Gesamteindruck, denn er
ist leicht und locker zu lesen, sehr atmosphärisch und besonders die
Dialoge, mit viel Witz und Schlagfertigkeit, haben es mir angetan. Jonathan Stroud schafft es mit detaillierten Beschreibungen Gänsehaut hervorzurufen und eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, die er aber auch immer wieder auflockert. Mit wenigen Worten lässt er ein wahres Feuerwerk der Gefühle und ein regelrechtes Kopfkino entstehen.

Das Ende des Buches toppt noch mal alles. Es ist spannend, überraschend und es gibt eine Enthüllung, die mich nun sehnsüchtig auf den nächsten Fall von Lockwood & Co. warten lässt.

„Lockwood & Co.- Der Wispernde Schädel“ steht seinem Vorband in nichts nach und entführt den Leser, egal ob groß oder klein, in ein gruseliges London, das von Geistern heimgesucht wird. Nur Kinder und Jugendliche können diese Geister besiegen und so gibt es hier wieder eine spannende Geschichte rund um Lockwood, Lucy und George, die sich ganz alleine den Geistern stellen. Tolle Protagonisten, ein gelungener Plot, Witz, Spannung und eine überzeugende Atmosphäre sorgen für einen wahren Lesegenuss, sodass ich diese Reihe nur empfehlen kann.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Blogg dein Buch und dem cbj-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

  • Hierbei
    handelt es sich um den 2. Band einer neuen Reihe des Bestseller-Autors
    Jonathan Stroud, der durch seine Tetralogie um den Dschinn Bartimäus
    bekannt wurde. (Klick)
  • Soweit ich weiß wird es davon 4 Bände geben.
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  • Über seine anderen Veröffentlichungen gibt es ebenfalls ein Special: Klick
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