[Rezension] Sandra Melli- Stolz der Kriegerin

 
 

Titel: Stolz der Kriegerin

Autor: Sandra Melli
Genre: Fantasy
Verlag: Knaur TB (November 2012)
ISBN: 978-3426504178
Taschenbuch: 480 Seiten
Preis: 14,99 €
 
Kurzbeschreibung:
Unheil braut sich über den Dämmerlanden zusammen. Die Feindschaft
zwischen den Anhängern der verschiedenen Farben sind stärker als je
zuvor und werden von rücksichtslosen Intriganten immer weiter
aufgestachelt. In dieser aufgeheizten Situation erhält das Katzenmädchen
Laisa den Auftrag, eine Prinzessin sicher auf die verfeindete Seite zu
bringen. Doch ihre Gegner lassen nichts unversucht, um Laisa und ihren
Trupp zu stoppen, und so muss das Katzenmädchen über sich hinauswachsen,
um die Dämmerlande vor einem Krieg zu bewahren, der den Untergang
bedeuten würde … 
Quelle: Verlag 

Rezension 

Die Geschichte:
 
Laisa, das Katzenmädchen, dass man schon in „Stern der Göttin“ kennengelernt hat, erhält einen neuen Auftrag um die Dämmerlande vor dem Krieg zu bewahren.
So muss sie eine Prinzessin geleiten, die einen verfeindeten König heiraten soll. Gegen diese Hochzeit hat so gut wie jeder etwas einzuwenden und so sind die Probleme vorprogrammiert. Doch Laisa gibt nicht auf und mit der Unterstüzung ihrer Freunde und Gefährten begibt sie sich auf die riskante Reise.

Der Einstieg in die Welt der Dämmelande ist mir relativ schwer gefallen. Die einzelnen Völker und verschieden Begriffe sind nicht ganz so einfach und ich bin des Öfteren durcheinander gekommen. Zwar kannte ich einen Großteil noch aus dem ersten Band, aber ohne den Anhang wäre ich stellenweise aufgeschmissen gewesen. Leider hat das meinen Lesespaß zu Beginn sehr getrübt, aber nachdem ich mich wieder in die Welt des Buches eingefunden habe, hat es mir Spaß gemacht die vielen verschiedenen Handlungsstränge, die nebeneinander herlaufen zu verfolgen und zu sehen, wie diese zum Schluss zusammenführen.
Denn an sich ist alles sehr gut ausgeklügelt und die Idee der unterschiedlichen Farben und Reiche ist komplex und interessant. Die Völker und Länder sind hier in sechs Farben unterteilt und magisch begabte Wesen, können die Zugehörigkeit der Farbe sehen. Wenn jemand in einem Land einer anderen Farbe ist, kann es vorkommen, dass er das Essen dort nicht verträgt und sich nicht wohl fühlt oder sogar Schmerzen hat. Das hängt dann jeweils von der Farbe ab. Diese Idee hat mich schon beim Vorband fasziniert.
Dazu mag ich besonders, dass es verschiedene Lebewesen, wie die Katzenwesen gibt. Die haben es mir besonders angetan und viel zu meinem Lesegenuss beigetragen.
Insgesamt baut sich auch durchgehend ein Spannungsbogen auf, mit überraschenden Wendungen und es gibt nur wenige Stellen, bei denen ich mich gelangweilt habe. Ein paar Passagen hätten zwar meiner Meinung nach abgekürzt werden können, aber dafür hat mir das Ende sehr gut gefallen. 

Die Protagonisten: 
 
Laisa ist eine wunderbare Protagonistin, die mir schon im Vorband sehr gut gefallen hat. Sie hat viel zu meinem Lesevergnügen
beigetragen, denn sie ist mutig, verspielt, leicht reizbar, etwas eigen, aber nimmt ihre Pflicht ernst und ist geschickt. Sie
reagiert oft nicht, wie ein Mensch und das finde ich sehr interessant, weil man ihr Verhalten nicht vorraussehen kann.

Die anderen Protagonisten werden hier im Gegensatz zu Band eins etwas mehr beleuchtet, auch wenn sie weiterhin eher im Hintergrund bleiben.

Der Schreibstil: 

Der Schreibstil ist sehr komplex, aber gut nachvollziehbar. Die Dämmerlande und die Hintergründe sind gut ausgearbeitet und sind detailliert beschrieben. Wer allerdings ein leichtes Leservergnügen für zwischendurch sucht, sollte eher davon Abstand nehmen, weil es doch verwirrend sein kann und man aufmerksam lesen muss. „Stolz der Kriegerin“ ist aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben, so dass man als Leser einen Gesamtüberblick über das Geschehen in den Dämmerlanden bekommt und sehr viele Handlungsstränge zu verfolgen hat. Ich persönlich hätte lieber mehr von Laisa gelesen.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover zeigt eine Frau mit Katzenaugen und roten Haaren, so dass es gut zum Vorband passt und Wiedererkennungswert hat. Allerdings passt die Frau nicht so ganz, da Laisa zwar Katzenaugen hat, aber sonst kein Mensch ist. Sie hat Fell, Katzenohren und Schnurrhaare und da sie die Hauptprotagonistin ist, wäre ein anderes Cover passender gewesen.
Der Titel passt zu Laisa und somit auch zu der Handlung. 
 

Fazit: 

„Stolz der Kriegerin“ bietet eine komplexe und faszinierende Welt, mit einer tollen Hauptprotagonistin und einer interessanten Idee. Für Highfantasy-Fans dürfte es das Richtige sein.

2 Replies to “[Rezension] Sandra Melli- Stolz der Kriegerin”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.