[Rezension] Gerd Ruebenstrunk- Der letzte Zauberlehrling

 
 

Titel: Der letzte Zauberlehrling

Autor: Gerd Ruebenstrunk
Genre: Kinder- und Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahre)
Verlag: arsEdition (Juli 2012)
ISBN: 978-3760786797 
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Preis: 16,99 €
 
Kurzbeschreibung: 
 
Ist die Welt der Magie noch zu retten?
Aus der französischen Provinz reist der junge Zauberlehrling Humbert ins
Paris des 19. Jahrhunderts, um sich beim alljährlichen Ball der
Zauberer einen neuen Meister zu suchen. Doch in der großen Stadt
angekommen, stellt er erschüttert fest, dass die Welt der Magie nicht
mehr das ist, was sie einmal war. Denn fast alle Zauberer haben ihre
Kräfte an den reichen Unternehmer Pompignac verkauft. Nur Humberts neuer Meister, ein wahrer Sonderling, ist noch im Vollbesitz seiner magischen Kräfte – und denkt nicht ans Verkaufen!
Doch worum geht es dem Geschäftsmann eigentlich? Nur ums Geld? Oder steckt eine geheime Verschwörung dahinter? Ehe Humbert sich versieht, geraten er und seine neuen Freunde in einen Strudel gefährlicher Ereignisse: Was hat der Erzkanzler mit all dem zu tun? Steht womöglich die Zukunft der Zauberei auf dem Spiel?
Quelle: Verlag
 
 
Rezension
 
Die Handlung:
 
Nach acht Jahren als Zauberlehrling, wird Humbert von seinem Meister nach Paris geschickt. Sein Meister ist leider nur ein Zauberer mit einem niedrigen Rang und kann dem Jugen nichts mehr beibringen. So macht sich Humbert auf um bei dem Zaubererkongress einen neuen Meister zu finden und seine Ausbildung als Zauberer fortzuführen. Doch schnell stellt er fest, dass die Welt, so wie Humbert sie kennt, nicht mehr existiert. Die Zaubersprüche wurden fast alle an den Unternehmer Pompignac verkauft, der damit seine ganz eigenen Pläne verfolgt. Ohne die Zaubersprüche haben die Zauberer nicht mehr die Möglichkeit zu zaubern und fast muss Humbert seinen Traum ein Zauberer zu werden aufgeben. Doch dann trifft er einen Zauberer, der sich weigert an Pompignac zu verkaufen und Humberts geregeltes, ruhiges Leben ist vorbei.

„Der letzte Zauberlehrling“ ist wahrhaft ein magisches Buch. Der Einstieg ist sehr gut gewählt und durch bildhafte und detaillierte Beschreibungen wird der Leser schnell ins Frankreich des 19. Jahrhunderts katapultiert. Obwohl das Jahrhundert im Buch mit keiner Silbe erwähnt ist, kann man es direkt zuordnen, da es immer wieder ein paar Hinweise darauf gibt. Alle Beschreibungen sind absolut passend und vermitteln ein fantastisches Gesamtbild.
Die Handlung dürfte vor allem jüngere Leser ansprechen. Die Idee dahinter gefällt mir sehr gut und die Art wie die Magie und Zauberei aufgegriffen wird ist originell. Sie trumpft weder durch nervenaufreibende Spannung, noch durch übermäßige Dramatik auf. Ist stellenweise sehr seicht und voraussehbar. Aber dann gibt es doch wieder ein paar Überraschungen. Als Leser hat man die Möglichkeit Humbert zu begleiten, wie er seinen Platz in der Welt sucht, lernt was Freundschaft ausmacht und was Gerechtigkeit bedeutet. Dabei gibt es immer wieder Passagen zum Lachen oder Schmunzeln.
Die Handlung ist in sich abgeschlossen, auch wenn am Ende noch ein paar Kleinigkeiten offen sind, die aber nicht weiter stören.
  
Die Protagonisten:   

Die Protagonisten sind erstaunlich tiefgründig. Das hätte ich hier in der Form nicht erwartet.
Humbert, der zuerst sehr unbedarft und naiv ist, entwickelt sich zu einem starken und sympathischen Menschen. Dabei ist seine Wandlung glaubhaft beschrieben.
Prometheus, ist Humberts neuer Meister, der auf den ersten Blick ein Trunkenbold ist, aber sehr viel dahinter verbirgt.
Dann gibt es noch das Werhörnchen Lothar. Lothar ist mit Abstand mein Lieblingsprotagonist. Hinter ihm stecken sehr viele Geheimnisse und er ist von Grund auf böse, aber hat auch seine guten Momente. Die Art wie er die Dinge und Menschen sieht, hat mich oft zum Schmunzeln gebracht.
Die meisten Protagonisten verbergen interessante Seiten und sind gut und authentisch ausgearbeitet.

Der Schreibstil:  
 
Der Schreibstil ist, wie für die angesprochene Altersgruppe passend, sehr einfach gehalten. Mit kurzen Sätzen und ausreichenden Erklärungen, die leicht zu verstehen sind, kann Gerd Ruebenstrunk überzeugen. Er vermag es durch wenige Worte den Leser zu fesseln.

Die Handlung wird die meiste Zeit aus Humberts Sicht (Ich-Erzähler) erzählt, es gibt aber auch Passagen aus Lothars Sicht und diese haben dem Ganzen das gewisse Etwas gegeben und mir besonders gefallen.

Das Cover/der Buchtitel:
 

Das Cover ist wunderschön, passend und völlig nach meinem Geschmack. Ich mag die Farbgebung und gerade junge Leser dürften sich davon angesprochen fühlen.
Der Titel passt sehr gut zu der Handlung und macht Menschen, die gerne etwas über Zauberer lesen neugierig.

Fazit:

„Der letzte Zauberlehrling“ ist ein tolles Buch, was vor allem jüngere Leser begeistern dürfte. Aber auch junggebliebene Erwachsene können ruhig einen Blick riskieren. Mir hat das Buch ein paar schöne Lesestunden bereitet, was vor allem an den wunderbaren Protagonisten, einer guten Portion Humor und der schönen Handlung liegt.

 

2 Replies to “[Rezension] Gerd Ruebenstrunk- Der letzte Zauberlehrling”

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