[Rezension] „Ivory and Bone“ von Julie Eshbaugh

Das Copyright vom Cover liegt beim Fischer Verlag.
 

Um die Zukunft seines Stammes zu sichern, muss Kol eine Frau finden. In seinem Stamm gibt es keine Frauen in seinem Alter, doch eines Tages tritt Mya in sein Leben. Sie ist eine erstklassige Mammutjägerin und er ist direkt von ihr fasziniert. Doch bei einer Jagd unterläuft ihm ein Fehler und ab da hat Mya nur noch Verachtung für ihn übrig. Als dann ein andere Stamm auftaucht, muss er nicht nur um seine Liebe zu Mya bangen.

Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig, denn es versprach ein prähistorisches Abenteuer in einer Zeit in der es noch Mammuts, Säbelzahntiger und nur wenige Menschen gab. Doch leider wurde ich hier ziemlich enttäuscht und ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerte. 
Die Grundidee und das Setting mochte ich sehr.

Allerdings hatte ich schon alleine Probleme mit dem Schreibstil. Ich hatte vom Stil her nicht das Gefühl, dass es in einer anderen Zeit spielt, außer natürlich, dass es Mammuts und so gibt. Außerdem wird fast der komplette Plot aus der Ich-Perspektive von Kol erzählt und zwar so, als ob er direkt Mya anspricht, so dass in seiner Erzählung immer wieder Mya mit du angeredet wird. Das hat mich in meinem Lesefluss sehr gestört und auch sonst fand ich den Schreibstil eher abgehakt und holprig.

Der Plot an sich hat einen gewissen Unterhaltungswert, denn die Liebesgeschichte und wie die Stämme überleben müssen, fand ich nicht schlecht. Dennoch gab es lange Passagen die ich schlichtweg langweilig fand. Ich kann zwar nicht beurteilen, wie authentisch das Leben in der Zeit in dem Buch dargestellt wurde, aber irgendwie kam mir vieles zu leicht vor, auch wenn die Probleme und Konflikte schon gut dargestellt waren. Ich hatte mir hier einfach mehr erhofft und wurde somit enttäuscht.

Interessant fand ich, dass Kol so ganz anders war als ich es erwartet hätte. Man erlebt einen ruhigen, besonnenen jungen Mann, der versucht Mya durch seine Taten zu beeindrucken. Eigentlich hätte ich eher erwartet, dass er sich nimmt, was er will und das hätte ich wohl authentischer gefunden. 
Mya dagegen ist sehr verschlossen und benimmt sich Kol gegenüber unhöflich und fast fies, aber nach und nach versteht man ihr Verhalten. 

Spannung kommt in dem Buch meiner Meinung nach fast gar nicht auf, auch wenn das Ende durchaus Potenzial hat. Für mich war es leider eher verschnwendete Lesezeit, obwohl ich so große Erwartungen an das Buch hatte. Die Fortsetzung werde ich wohl nicht lesen.

Für mich war „Ivory and Bone“ leider nichts. Ich empfehle jedem, der das Buch lesen möchte zuerst einmal die Leseprobe zu lesen, da ich schon alleine mit dem Schreibstil meine Probleme hatte. Aber auch der Plot an sich konnte mich nicht überzeugen. Ich empfand das Buch über große Strecken schlichtweg als langweilig und kann es so auch nicht empfehlen.

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