[Rezension] „Die Stunde des Assassinen“ von R.J. Barker

Das Copyright vom Cover liegt beim Heyne Verlag.

Girton wird zum Assassinen ausgebildet und trotz seines Klumpfußes kann er dank seines berüchtigten Meisters einer der besten werden. Eines Tages werden beide an den Königshof gerufen um eine Attentat auf den Kronprinzen zu verhindern, doch geraten sie schnell in eine viel größere Verschwörung hinein.

 

In letzter Zeit faszinieren mich immer wieder Bücher über Assassine und so wurde ich auf dieses Buch aufmerksam, das mich leider nicht so ganz überzeugen konnte. Ziemlich schnell kommt der Plot an dem Punkt an, der im Klappentext erwähnt wird und schnell wird das Ganze nur zur Nebenhandlung. Es gibt viele Intrigen und Verschwörungen, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, das auf vielen Seiten eigentlich nichts steht und einfach wenig in dem Buch passiert. Über lange Strecken langweilte ich mich.

Dabei fand ich den Weltenentwurf interessant. Denn es gibt Magie, die für trost- und leblose Einöde verantwortlich ist. Jeder, der Magie besitzt wird getötet. Alles wirkt trostlos und der Weltenentwurf ist düster und beklemmend. Doch leider wurde dieser Weltenentwurf für meinen Geschmack zu wenig ausgebaut und ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, wie die Welt denn nun aussieht, auch wenn es hin und wieder erwähnt wird. Auf mich wirkte alles so unausgereift, als wollte der Autor viel erreichen, hat sich aber keine Zeit dafür genommen.  

Dagegen fand ich die Protagonisten sehr interessant. Girton mit seinem Handicap weiß sich gut zu helfen, ist aber auch wandlungsfähig, fleißig und ziemlich schlau. Ich mochte ihn sehr. Was mir besonders gut gefiel, war dass sein Meister eine Frau ist, da man von so etwas seltener liest. 
Allerdings gab es so viele Figuren, dass es schwer fiel den Überblick zu behalten. Jeder hat seine Motive und jeder wird kurz erwähnt, aber mir fiel es wirklich schwer hier einen roten Faden zu sehen.

Der Schreibstil dagegen war in Ordnung. Das Buch ließ sich flüssig lesen. Der Plot wird aus der Ich-Perspektive von Girton geschildert, was ich recht ungewöhnlich finde, aber was mir durchaus gefallen hat.

Das Ende bietet einen insgesamt gelungenen Abschluss, bei dem ich aber das Gefühl hatte, dass da noch mehr kommen wird. Da es sich hierbei um einen Trilogieauftakt handelt, wundert mich das nicht. Allerdings werde ich die Fortsetzung nicht mehr lesen.

„Die Stunde des Assassinen“ hat mich wirklich enttäuscht und ich vergebe nur sehr, sehr knappe 3 Sterne. Es konnte mich nur wenig fesseln und wirkte oft zu unausgereift. Dabei hat der Weltenentwurf viel Potenzial und ich mochte Girton sehr. Es gibt einfach bessere Bücher in dem Genre und so kann ich dieses Buch nicht wirklich empfehlen, aber am besten macht sich jeder selbst ein Bild davon.

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