[Rezension] „Verliere mich. Nicht.“ von Laura Kneidl

Das Copyright vom Cover liegt beim LYX Verlag.

Bis vor kurzem war Sage noch glücklich. Zu Luca konnte sie Vertrauen aufbauen, doch dann findet ihr Stiefvater heraus, wo Sage ist und ihre ganze Vergangenheit holt sie wieder ein. Weil sie sich nicht anders zu helfen weiß, wendet sie sich von Luca ab, doch vergessen kann sie ihn nicht. Und auch er möchte Sage zurück haben. Wird sie ihre Vergangenheit überwinden und hat die Liebe von Sage und Luca eine Chance?

Bis vor kurzem gehörte das Genre New Adult nicht unbedingt zu meinen Favouriten, doch durch Mona Kasten und auch Laura Kneidl hat sich das geändert. Band eins rund um Sage, Luca, April und den anderen, konnte mich komplett begeistern und nach dem fiesen Cliffhanger, war ich gespannt auf die Fortsetzung.

Schnell war ich wieder in dem Buch drin und konnte gar nicht anders als mit Sage zu fühlen. Laura Kneidl schreibt so unglaublich gefühlvoll und emotional. Man spürt die Ängste und die Trauer, aber auch die Liebe von Sage hautnah und oft habe ich mit ihr gelitten und gebangt. Das Ganze wird durch die gewählte Ich-Perspektive unterstützt, was mir wirklich gut gefallen hat.
Dazu ist der Schreibstil leicht und locker zu lesen und die Sprache passt zu den Protagonisten. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin.

Allerdings hätte ich in diesem Band Sage wirklich oft schütteln können. Im letzten Band hatte ich für ihre Gefühle und ihre Verhaltensweisen durchweg Verständnis, denn sie hat erlebt, was wirklich kein Kind erleben sollte. Doch mittlerweile hat sie sich professionelle Hilfe geholt und so große Fortschritte gemacht und dann macht sie immer wieder ohne, dass ich es verstehen konnte Rückschritte und verhält sich anders als ich es erwartet hätte. Zwar werden wie schon erwähnt ihre Gefühle ausdrucksstark und gut übermittelt, aber ich hätte mir hier mehr Entwicklung von Sage gewünscht. Zwar ändert sich das im Laufe des Buches, aber etwas gestört hat es mich dennoch.
Dagegen fand ich die Nebenfiguren, allen voran April großartig, auch wenn diese etwas in den Hintergrund geraten, weil hier wirklich die Beziehung von Sage und Luca und die Vergangenheit von Sage im Vordergrund steht.

Der Plot ist zunächst recht ruhig, was ich aber nicht weiter schlimm, sondern authentisch fand. Nach und nach wird der Plot dann immer dramatischer, spannender und emotionaler, bis das Buch in einem insgesamt guten Finale gipfelt. Allerdings muss ich sagen, dass ich beim Ende ein bisschen mehr erwartet hätte, da alles recht schnell und einfach abgeschlossen wird. 
Dennoch konnte mich diese Dilogie wirklich überzeugen und ich habe es geliebt Sage und Luca auf ihrem Weg zu begleiten. Oft hatte ich Gänsehaut beim Lesen und das passiert mir nicht oft. Ich hoffe, dass die Autorin noch viele weitere Bücher schreiben wird, die in diese Richtung gehen.

 

„Verliere mich. Nicht.“ ist eine Fortsetzung, die mir wirklich gut gefallen hat. Die Geschichte von Sage und Luca geht unter die Haut und trotz meiner Kritik konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Von mir gibt es eine klare Empfehlung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.