[Rezension] „One of us is lying“ von Karen M. McManus

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Bronwyn, Addy, Nate, Simon und Cooper haben in ihrem bisherigen Leben auf der Bayview High nicht viel miteinander zu tun. Doch eines Tages müssen die fünf nachsitzen und Simon überlebt diesen Nachmittag nicht. Die vier anderen werden verdächtigt ihn umgebracht zu haben, doch was ist wirklich beim Nachsitzen passiert?

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig und ich muss sagen, dass es für mich wirklich ein Highlight war. Ich bin ein riesiger Fan von der Serie „Pretty Little Liars“ und „One of us is lying“ hatte für mich genau die gleiche Atmosphäre und es gab viele Parallelen zu der Serie. Auch wenn es hier nicht um ein paar Freundinnen geht, erinnerten mich manche Protagonisten an die aus der Serie, was ich aber nicht weiter schlimm fand. 
Es werden typische Highschoolklischees eindrucksvoll dargestellt und Geheimnisse aufgedeckt.

Simon ist immer auf der Suche nach Geheimnissen und veröffentlicht sie in einer Gossip-App, zerstört damit Leben und Beziehungen, denn seine Enthüllungen entsprechen immer der Wahrheit. So gibt es auch einen Post, der noch nicht veröffentlicht wurde und sich mit Geheimnissen von Bronwyn, Addy, Nate und Cooper befasst und somit hätten alle vier ein Motiv um ihn zu töten. Die Autorin hat ein Händchen dafür, dass man hier wild spekuliert. Ich habe im Laufe des Buches so ziemlich jeden verdächtigt, bin aber nicht auf die endgültige Enthüllung gekommen.
Dafür habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie die Autorin alles stimmig aufdröseln wird, was ihr wirklich gelungen ist.

Mit manchen Geheimnissen und die Reaktionen die darauf folgten, konnte sie mich schockieren, vor allem da sie die Protagonisten liebevoll und detailliert ausgearbeitet hat. Man erfährt im Laufe des Buches ganz nebenbei mehr über jeden Einzelnen.
Bronwyn ist die typische Eliteschülerin, die sich immer an Regeln hält und ein klares Ziel vor Augen hat.
Nate ist der typische Bad-Boy und Drogendealer, der aber eigentlich echt lieb ist, es im Leben aber einfach schwer hat.
Addy ist die typische Schulschönheit, die auf den ersten Blick nicht viel im Kopf hat und sich von ihrem Freund herumkommandieren lässt. Doch nach und nach merkt man, was wirklich in ihr steckt.
Und schließlich Cooper, der typische erfolgreiche Baseball-Spieler, der Chancen auf ein Stipendium hat. 
Wie man schon an meiner Wortwahl sieht, sind es wirklich typische und klischeehafte Figuren, die aber im Laufe des Buches ganz unerwartete Seiten von sich zeigen, sodass sie irgendwann gar nicht mehr so klischeehaft sind, was ich echt gelungen fand.

Und auch sonst fand ich das Buch großartig. Es ist spannend, geheimnisvoll, voller Liebe und Emotionen. Ich konnte gar nicht anders als mit den Protagonisten zu fühlen und zu leiden. Das Ganze wird durch einen tollen, leicht zu lesenden, aber auch fesselndem Schreibstil untermauert, der einfach zu den vier Protagonisten passt. Vor allem da das Buch abwechselnd aus verschiedenen Ich-Perspektiven geschildert wurde, spürt man die Emotionen besonders stark. 

Wie schon erwähnt, finde ich das Ende durchweg gelungen und ich habe es geliebt zu rätseln, wer hinter allem steckt. Für mich war das Buch wirklich ein Highlight.

 

„One of us is lying“ erinnert mich in manchen Punkten stark an die Serie „Pretty Little Liars“ und gerade deswegen mochte ich das Buch so sehr. Es ist zwar voller Klischees, aber dennoch konnte es mich voll und ganz überzeugen und ich kann es jedem empfehlen, der gerne miträtselt.

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