[Rezension] „The Shape of Water“ von Guillermo del Toro, Daniel Kraus

Das Copyright vom Cover liegt bei Droemer Knaur.

Elisa arbeitet als Reinigungskraft in einem geheimen US-Militärlabor im Jahre 1963. Sie ist stumm und kommuniziert mit Gebärdensprache. Als sie eines Tages ein Wesen entdeckt, das halb ein Mensch und halb Amphibie ist, ist sie von dem Wesen fasziniert. Die Wissenschaftler kommen bei der Erforschung des Wesens nicht weiter, doch Elisa nimmt mit Gebärdensprache Kontakt zu dem Wesen auf und sie kommen sich immer näher. Bis das Wesen getötet werden soll und Elisa klar ist, sie muss ihm helfen.

 

„The Shape of Water“ ist eins der seltenen Bücher, bei denen ich zuerst des Film gesehen und erst dann das Buch gelesen habe. Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Film gut umgesetzt wurde, nur in dem Buch wurde alles zwangsläufig genauer dargestellt und man bekommt mehr Hintergrundinformationen. Zudem wird vieles noch klarer.

Doch zu Beginn hatte ich unglaublich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und hätte ich nicht den Film gekannt, hätte ich deswegen vielleicht aufgegeben und wirklich etwas verpasst. Denn nachdem ich mich an den ausschweifenden und nicht einfachen Stil gewöhnt hatte, wurde ich mit einem grandiosen Buch belohnt, das sich um viel mehr dreht als nur um eine Liebesgeschichte.
Auch Rassentrennung, die Schwierigkeiten von Minderheiten und Gewalt und Tod sind hier an der Tagesordnung, was das Buch zu keiner leichten Kost macht.

Die Protagonisten wurden eindrucksvoll beschrieben und besonders Elisas Gefühle empfand ich als sehr authentisch und toll dargestellt. Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass die einzelnen Figuren vielschichtig und detailliert erscheinen, was ich sehr gelungen fand.

Der Plot dreht sich neben den schon erwähnten Punkten hauptsächlich um ein phantastisches Wesen, das als Waffe im Krieg eingesetzt werden soll und hinter allem verbirgt sich eine Botschaft, die zum Nachdenken anregt. Mir gefällt hier besonders, was Elisa in dem Wesen sieht und wie sie schließlich Kontakt zu ihm aufnimmt.

Der Plot erschien mir dabei als recht ruhig. Die Autoren nehmen sich Zeit damit alles zu entwickeln, Gefühle darzustellen und auf die verschiedenen Ebenen des Buches einzugehen. Es ist ein ungewöhnliches Buch, das mich insgesamt doch fesseln konnte und ich bin froh, dass ich es gelesen habe.

„The Shape of Water“ ist ein Buch, das es mir zuerst nicht einfach gemacht hat. Mir fiel der Einstieg durch den für mich schwierigen Schreibstil nicht leicht, aber nachdem das überwunden war, wurde ich mit einem ungewöhnlichen Buch belohnt, das mich insgesamt doch noch gut unterhalten konnte. Deshalb vergebe ich hier knappe vier Sterne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.