[Rezension] „Iron Flowers- Die Rebellinnen“ von Tracy Banghart

Das Copyright vom Cover liegt beim Fischer Verlag.

 

Die Schwestern Serina und Nomi leben in einer Welt, in der Frauen keine Rechte und keine Wahlmöglichkeiten haben, sie lernen nicht lesen und dürfen keine Träume haben. Doch Nomi möchte sich diesem Schicksal nicht ergeben und lässt sich von ihrem Bruder lesen beibringen. Serina dagegen hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden und möchte eine Grace des Thronfolgers werden, um ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch am Tag der Auswahl läuft nichts wie geplant und Serina und Nomi erwartet ein unerwartetes Schicksal.

 

„Iron Flowers- Die Rebellinnen“ ist ein Buch, das schon im Vorfeld meine Neugierde wecken konnte. Ich durfte es vorablesen und insgesamt hat es mir gut gefallen. Die Autorin entführt den Leser in eine Welt, in der Frauen keine Rechte haben und sich meist mit ihrem Schicksal abgefunden haben. Die Idee dahinter ist nicht neu, aber ich fand es interessant zu erfahren, wie es dazu kam und was für Möglichkeiten die Frauen überhaupt haben.

Für Serina ist die beste Alternative eine Grace zu werden und mit zwei anderen Frauen vom Thronfolger erwählt zu werden, um ihm gefällig zu sein und ihm vielleicht sogar einen Thronfolger zu schenken. Nomi dagegen rebelliert, möchte ihr Leben so nicht anerkennen, hält aber zu ihrer Schwester und möchte ihr bei der Auswahl helfen. Als dann alles anders kommt, werden die beiden in ganz andere Rollen gedrängt, die mich faszinieren konnten.

Allerdings muss ich sagen, dass beide Protagonisten zu Beginn doch sehr naiv sind. Sei es Serina, die meint sie könnte ihr Schicksal nicht ändern und eine Grace zu werden wäre wundervoll, oder Nomi die meint rebellieren zu wollen, aber nicht einmal eine Vorstellung davon hat, was mit einer Frau passiert, die lesen kann und auch nicht wirklich rebelliert. Nomi lässt sich manipulieren und ich muss sagen, dass mir Serinas Part der Geschichte viel besser gefallen hat. Denn im Laufe des Buches macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch, überdenkt alles und wird stark und selbstbewusst.

Der Plot wird abwechselnd aus der personalen Perspektive von den beiden Schwestern erzählt. Ich muss jedoch sagen, dass mir hier die Ich-Perspektive etwas besser gefallen hätte, auch wenn es so auch nicht schlecht war. Doch Nomis Handlungsstrang war mir zu vorhersehbar, was ich etwas enttäuschend fand. Umso besser hat mit Serinas Handlungsstrang gefallen, der lauter Überraschungen und große Gefühle bereithält und wirklich spannend ist. Nomis Handlungsstrang kam mir zudem etwas langweilig vor, da recht wenig passiert und ich von Nomi einfach mehr erwartet hätte.
Die Nebenfiguren fand ich insgesamt sehr spannend, vor allem die Menschen auf die Serina trifft, hatten einiges zu bieten.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd, aber auch leicht und locker zu lesen. Die Emotionen der Figuren waren stets spürbar und so flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin.

Das Ende bietet fiese Cliffhanger und spannende Wendungen und ich bin gespannt, wie es mit den zwei Schwestern weitergehen wird.

 

„Iron Flowers- Die Rebellinnen“ ist ein Auftaktband, der ein paar Schwächen hat, aber dennoch unterhalten kann. Die beiden Schwestern waren mir zuerst zu naiv und mich hat der Handlungsstrang von Serina viel mehr interessiert, aber die Welt in der alles spielt und viele Entwicklungen konnten mich fesseln, sodass ich dem Buch noch vier Sterne gebe. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

2 Replies to “[Rezension] „Iron Flowers- Die Rebellinnen“ von Tracy Banghart”

  1. Hallo Mandy,

    ich habe das Buch gestern Nachmittag beendet und muss sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Beide Frauen sind sehr naiv (auf ihre Art) und gerade Nomi (obwohl als Rebellin angepriesen) wird dieser Rolle so gar nicht gerecht. Dagegen gefiel mir Serina schon besser. Ab dem letzten Drittel wusste ich schon, was geschehen wird und auch wenn das Ende neugierig macht, weiß ich noch nicht, ob ich weiterlesen werde.

    Liebe Grüße,
    Uwe

    1. Hi Uwe,
      deine Kritik kann ich so gut verstehen. Mir waren beide auch viel zu naiv, was ich schade fand. Aber insgesamt hat es mich dann doch besser unterhalten als dich. :)
      Liebe Grüße
      Mandy

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