[Hörspiel-Rezension] „Doctor Who- Technophobie/Die Zeitdiebe/Der Tod und die Königin“

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Der außerirdische Zeitreisende – genannt der Doktor – ist wieder in seiner blauen Polizeinotrufzelle – der Tardis – unterwegs. Fremde Orte, fremde Zeiten und immer wieder neue Abenteuer. Mit an seiner Seite stets seine Begleiterin. 
 
„Technophobie“
Der Doktor besucht mit Donna das Technische Museum in London. Jedoch berichten plötzlich immer mehr Leute davon, von technischen Geräten angegriffen zu werden und vergessen, wie die einfachsten Geräte zu benutzen sind. Natürlich müssen der Doktor und Donna der Sache auf den Grund gehen.
 
„Die Zeitdiebe“
Wo repariert  man eine gestohlene Tardis? Natürlich auf Calibris, einem riesigen Raumhafen-Planeten, wo der Doktor seinen Kontaktmann für solche Fälle hat. Aus einem schnellen Besuch wird dann aber schnell eine knifflige Ermittlung, als er von illegalen Zeit-Waffen in den Straßen des Planeten erfährt und sich die neu ernannte Bürokratie-Polizei als relativ nutzlos herausstellt.
 
„Der Tod und die Königin“
Donna, die bereits zuvor schon nicht das größte Glück mit ihren Hochzeiten hatte, begegnet ihrem Traumprinzen. Ungeachtet, dass dieser dem Doktor einige Fragen aufwirft, lässt sie sich Hals über Kopf auf den Prinzen ein, erträgt sogar die neue Schwiegermutter und greift sogar zu den Waffen, als am Hochzeitstag eine Skelettarmee vor dem Schloss aufmarschiert. Natürlich muss der Doktor wieder eingreifen.
 
 

Also vorweg: wir reden ja hier von einem Hörspiel zu einer bekannten TV-Serie, die nun bereits über Jahre läuft. Und ich behaupte mal jetzt, alle Folgen mit dem 10. Doktor mehr als einmal gesehen zu haben. Die Hörspiele klingen geradezu so, als sei es die Audiospur aus der Serie, aber ich kann mich beim besten Willen nicht an die Folgen erinnern, sollte es sie geben. Das Hörspiel ist also qualitativ wirklich gut gemacht und obwohl es keinen Erzähler gibt kommt man auch Storytechnisch gut mit.

Was die Story und Spannung angeht: es sind eben Dr. Who-Folgen. Wer die Serie kennt, kann die Story schon gut erahnen und weiß, dass in diesen Geschichten z.B. nicht die Begleiterin oder gar der Doktor wechselt – diese Stellen sind in der TV-Serie abgehandelt. Die Geschichten richten sich nach dem altbewährten Schema der Serie und sind alle in sich abgeschlossen. Man wird nun nicht durch großartige Wendungen überrascht und dennoch macht es Spaß zuzuhören – gerade wohl für Fans.
Hörer, die die TV-Serie nicht kennen werden wohl mit Fragen überhäuft werden. Es wird nicht viel erklärt. Nicht, wer der Doktor oder seine Begleiterin ist und was eine TARDIS darstellt.

Zu den Sprechern: Ich war ein wenig irritiert, als ich den Doktor selber sprechen hörte. Die CD-Hüllen werben mit der aktuellen Synchronstimme von David Tennant – diese ist aber nicht mehr die bekannte Stimme aus der Serie. In der Serie war es Phillip Brammer, der wie man nach kurzer Recherche erfährt, leider 2014 bei einer Bergtour ums Leben kam. Den Doktor spricht hier Axel Malzacher, dessen Stimme man aber auch aus dem deutschen Fernsehen kennt, beispielsweise als Remy aus Disneys „Ratatouille“ – aber eben nicht als den Doktor. Und obwohl er doch eigentlich ein ganz anderer Typ von seiner Stimme her ist, kann man sich schnell daran gewöhnen, ihn als den Doktor zu hören. Er bringt dieselbe Energie mit hinein wie es Phillip Brammer vermochte.
Kordula Leiße spricht wie in der Serie auch hier Donna Nobel und bringt sie charakteristisch überzeugend rüber.

Ich gebe den Hörspielen 4 von 5 Punkten. Ich bin zwar ein großer Dr. Who-Fan, aber die Hörspiele konnten mich nicht so packen, wie so manch andere Hörbücher. Dafür sind sie vielleicht einfach – wie auch viele der TV-Folgen – zu vorhersehbar.
Eine Kaufempfehlung für die Fans gibt es dennoch. Leuten, die die Serie nicht kennen, würde ich aber doch wohl erst die TV-Serie empfehlen, einfach um das nötige Hintergrundwissen zu diesen Hörspielen zu haben.

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