[Rezension] „My First Love“ von Tanja Voosen

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Heyne Verlag.

Cassidy hat es sich zur Aufgabe gemacht unglückliche Beziehungen zu beenden. Dass sie dafür auch noch Geld bekommt, passt ihr sehr gut, da ihre Familie nicht viel Geld hat. So entsteht Cassidys Schlussmach-Service fast ganz von alleine. Seitdem sie allerdings Coltons Exfreundin geholfen hat, hat er es auf sie abgesehen und überredet sie zu einer Wette. Wenn sie verliert, muss sie ihren Schlussmach-Service aufgeben. Sie nimmt die Herausforderung an, ohne zu ahnen, was das für Folgen für sie haben wird.

Da ich die Bücher von Tanja Voosen bisher immer sehr gerne mochte, war ich gespannt auf ihr neues Werk. Und wieder einmal konnte sie mich mit ihrer witzigen und spritzigen Art überzeugen. Der Schreibstil von ihr lässt mich immer wieder auflachen und ich liebe ihren Sarkasmus und ihre bildlichen Vergleiche. Aber auch tiefergehende Emotionen kann sie überzeugend darstellen.

Da alles aus der Ich-Perspektive von Cassidy geschildert wird, konnte ich mich schnell in sie hineinversetzen. Auf den ersten Blick ist sie eine schlagfertige, starke junge Frau, dann wird einem klar, dass sie vom Alter her noch eine Jugendliche ist, aber durch ihre Erfahrungen in ihrer Familie zu früh erwachsen werden musste. Sie kümmert sich um ihren jüngeren Bruder und stockt heimlich die Haushaltskasse auf, bezahlt Rechnungen und spendet sogar etwas von dem Geld, dass sie mit ihrer „Arbeit“ des Schlussmach-Services verdient. Hinter ihrer starken Fassade versteckt sie so viel Schmerz, so viel Einsamkeit, dass ich gar nicht anders konnte als mit ihr zu fühlen. Außerdem glaubt sie nicht an die Liebe, ist aber so voller Emotionen. Sie war eine facettenreiche und tiefgründige Protagonistin. Ebenso wie die anderen Figuren des Buches, allen voran Colton, der auf den ersten Blick der typische Bad Boy ist, aber so viel mehr Facetten hat.

Obwohl man jetzt meinen könnte, dass dieses Buch voller Klischees einer typischen Liebesgeschichte ist, hatte ich zu keinem Zeitpunkt der Geschichte das Gefühl ein klischeehaftes Buch zu lesen. Denn die Autorin macht aus den auf den ersten Blick sehr dominanten Klischees etwas ganz Besonderes. Zudem steht hier nicht nur die Liebesgeschichte im Fokus, sondern auch Freundschaft, Familie, Vertrauen und Zusammenhalt, aber auch Verzeihen, Schmerz und Verlust. Es ist wirklich ein tiefgründiges Buch, bei dem ich unendlich viele Gefühle durchlebt habe.

Außerdem gefällt mir die Idee des Schlussmach-Services und was für Folgen es für Cassidy hat. Auch die Wette fand ich unterhaltsam, auch wenn mir ein Aspekt davon schon sehr früh klar war, war ich dennoch gespannt darauf, wie alles endet. Besonders toll war auch die Freundschaft von Cassidy und ihrer besten Freundin. Hier zeigt sich, was Freundschaft ausmacht und das fand ich großartig.

Das Ende ist zwar ein Stück weit vorhersehbar, aber ich hätte mir bei so einem Buch auch kein anderes Ende gewünscht. Schon jetzt freue ich mich auf das nächste Buch der Autorin.

„My First Love“ bietet so viel mehr als eine Liebesgeschichte. Das Buch hat direkt einen Platz in meinem Herz gefunden, denn sie ist facettenreich, tiefgründig, aber auch voller Witz und Humor. Beim Lesen habe ich so viele verschiedene Emotionen erlebt, dass ich einfach nur begeistert bin und jedem das Buch empfehlen möchte.

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