[Rezension] Wulf Dorn- Mein böses Herz

 
 
Titel: Mein böses Herz
Autor: Wulf Dorn
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-17 Jahre)
Verlag: cbt (Februar 2012)
ISBN: 978-3570160954
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 16,99 €

Kurzbeschreibung:
Ein abgründiges Verwirrspiel um dunkle Geheimnisse – und die Angst vor dem »Bösen« in der eigenen Seele
 
Was tust du, wenn du nicht mehr weißt, was Realität ist und was Fantasie?
Seit dem Tod ihres Bruders wurde Doro von Halluzinationen verfolgt, aber
eigentlich dachte sie, das in den Griff gekriegt zu haben. Doch als sie
mit ihrer Mutter aufs Land zieht, scheint die neue Umgebung erneut etwas
in ihr auszulösen. Stimmen verfolgen sie. Und eines Nachts sieht Doro
in ihrem Garten einen Jungen: verstört, abgemagert, verzweifelt. Der
Junge bittet sie um Hilfe – und ist dann verschwunden. Wenig später
erfährt Doro, dass er schon vor ihrer Begegnung Selbstmord begangen hat.
Doro kann nicht glauben, dass sie sich den Jungen nur eingebildet hat.
Doch die Suche nach der Wahrheit wird schnell zum Albtraum. Und tief in
Doros Seele lauert ein dunkles Geheimnis …
Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:
Zu dem Inhalt möchte ich jetzt gar nicht mehr viel sagen, da die Kurzbeschreibung dafür völlig ausreicht.
 
Die Geschichte wird aus Doros Sicht geschildert (Ich-Erzähler), so dass man einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt bekommt und sieht, was sie sieht. So fragt man sich als Leser ständig, was Doro wirklich sieht oder was nur Halluzinationen sind. Das hat mir sehr gut gefallen, da man erst ganz zum Schluss die ganze Wahrheit erfährt.
Doros Verzweiflung und Angst wieder verrückt zu werden und in die Psychatrie zu müssen, kommen sehr gut rüber.
Der Plot ist wahnsinnig interessant und auch die Spannung kommt nicht zu kurz.
Alles ist sehr detailliert beschrieben und wirkt gut durchdacht und stimmig ohne Logikfehler.
Es ist zwar ein Jugendbuch, aber durch die Thematik und der nicht ganz leichten Kost auch Erwachsenen uneingeschränkt zu empfehlen.
Dazu spielt das Buch in Deutschland, zwar in einer erfunden Stadt, aber dennoch werden immer mal wieder deutsche Städte erwähnt, was ich gut finde.
Ich konnte das Buch nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen.
 
Die Protagonisten:

Die Protagonisten sind durch die Bank weg sehr detailliert und gut ausgearbeitet und geben einen sehr guten Einblick in die menschliche Psyche und deren Abgründe. Gerade die psychischen Störungen und Probleme der Protagonisten haben mich gefesselt und viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen.

In Doro konnte ich mich direkt hineinversetzten, obwohl ich noch nie in einer Psychatrie war und es hoffentlich auch nie sein werde. Ihre Selbstzweifel, was jetzt echt ist und was nicht und das Problem, dass man ihr einfach nicht glaubt, weil sie ja mal verrückt war, haben dazu geführt, dass ich sehr mit ihr mitgelitten habe. Somit wollte ich wissen, wie es ausgeht und ob Doro nun einen Rückfall hat oder nicht. Das war wirklich spannend.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil besticht durch seine fesselnde, spannende Art, mit vielen Facetten und überraschenden Wendungen. Alles ist nachvollziehbar geschrieben und Wulf Dorn schreibt in einer einfach zu lesenden Art und unbekannte Begriffe werden gut erklärt.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover gefällt mir außerodentlich gut. Es sticht ins Auge und macht neugierig. Dazu der Buchtitel der einiges vermuten lässt. Dazu passt das Cover zu einem Teil aus dem Buch, wo ich direkt an das Cover denken musste.
 
Fazit: 
Dieses Buch muss man einfach lesen, wenn man auf guten Thriller steht, da es durch Spannung und viele Facetten absolut empfehlenswert ist. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
 

[Rezension] Sarah Beth Durst- Ice: Hüter des Nordens

 
 
Titel: Ice- Hüter des Nordens
Originaltitel: Ice
Autor: Sarah Beth Durst
Genre: Fantasy
Verlag: Lyx (Februar 2012)
ISBN: 978-3802586026
Broschiert: 307 Seiten
Preis: 12,99€

Kurzbeschreibung:

FÜR DIE LIEBE ÜBERSCHREITET SIE DIE GRENZEN DER WELT …Die junge Cassie
ist in den endlosen Weiten der Arktis aufgewachsen. Ihre Großmutter
erzählte immer, dass Cassies Mutter vom Nordwind entführt wurde. Cassie
hat nie daran geglaubt – bis sie einem Eisbären begegnet, der plötzlich
zu ihr spricht. So erfährt sie, dass die Geschichte aus ihrer Kindheit
wahr ist. Um ihre Mutter zu befreien, muss sie ein altes Versprechen
einlösen und die Frau des Eisbären werden. Cassie willigt ein, und schon
bald entwickelt sich eine zarte Bindung zwischen ihr und dem magischen
Wesen. Doch über dem Bären liegt ein Fluch, der ihre Liebe schon bald in
größte Gefahr bringt.
Quelle: Verlag


Rezension

 

Die Geschichte:

Zu dem Handlungsstrang an sich möchte ich nicht mehr viel erzählen, da die Kurzbeschreibung schon sehr aufschlussreich ist und ich nicht zu viel erzählen möchte.

Die Geschichte von Cassie und dem Eisbären, der Bär genannt werden möchte, basiert auf einem alten Märchen und im Großen und Ganzen merkt man das auch. Was an sich nicht schlecht ist, allerdings nur kurzweilige Unterhaltung bietet.
Das Grundgerüst der Geschichte gefällt mir sehr gut und alles in allem hat es mir Spaß bereitet das Buch zu lesen.
Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte von mir, da mir das Buch nicht vollkommen zu gesagt hat.
Zeitweise war das Buch sehr langatmig und es ist wenig passiert, da fehlte mir eindeutig die Spannung. Zwar gibt es einen Höhepunkt der Geschichte, aber das Ende war mehr als klar. Wie das Ende dann zustande kam, war sehr interessant und hat mich dann doch positiv überrrascht, da es mir gut gefallen hat.
Insgesamt ist die Geschichte gut durchdacht, auch wenn sie bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Es fehlt mir hier einfach der Tiefgang.
Die Märchenwesen haben mir dagegen wieder sehr gut gefallen und viel dazu geführt, dass ich das Buch durchgelesen habe.
Es ist aus Cassies Sicht geschrieben, so dass man erlebt, wie sie sich verändert und was sie so erlebt.
 
Die Protagonisten:

Die Protagonisten sind allesamt etwas flach beschrieben. Zwar ist das für ein Märchen typisch, aber in einem Roman habe ich mir doch etwas mehr gewünscht.

So konnte ich Cassies Wandlung von dem wissbegierigem, ehrgeizigem, bodenständigem Mädchen, in das Mädchen, dass sich in einen Eisbären verliebt und einem Märchenschloss aus Eis lebt, nicht ganz nachvollziehen.
Bär wirkt auf mich eher, wie ein guter Freund und nicht jemand in den man sich verlieben kann.

An dem Punkt ist der Funke bei mir nicht so wirklich übergesprungen.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist größtenteil flüssig zu lesen und phantasievoll, es fehlt aber an Spannung und unvorhersehbaren Wendungen. Die Märchenstimmung ist bei mir nicht immer angekommen.
Durch die geringe Seitenanzahl ist es sehr schnell zu lesen.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover und der Buchtitel sind wunderschön und passen zu dem ganzen Buch und haben dazu geführt, dass ich das buch in die Hand genommen habe.
 
Fazit: 

„Ice-Hüter des Nordens“ ist ein nettes Märchen für zwischendurch, ohne viel Tiefgang und mit wenig Höhepunkten, dafür aber guten Ansätzen.

[Rezension] Laini Taylor- Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten

 
 

Titel: Daughter of Smoke and Bone- Zwischen den Welten

Originaltitel: Daughter of Smoke and Bone
Autor: Laini Taylor
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter ab 14 Jahren)
Verlag: Fischer Fjb (Februar 2012)
ISBN: 978-3841421364
Gebundene Ausgabe: 491 Seiten
Preis: 16,99 €
 
 
Kurzbeschreibung:
 
Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?
Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu alle Orte der Welt zu erreichen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die
Antwort auf alle deine Fragen ist? Karou dachte, sie wüsste, wer sie
ist. Doch dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert …
Eine Liebe, die älter ist als die Zeit. Und ein Kampf, bei dem ALLES auf dem
Spiel steht. Der erste Band der Serie, die die Welt erobert. 
Quelle: Verlag
Rezension

 

Die Geschichte:
 
Karou lebt in Prag und studiert Kunst. Auf den ersten Blick ist sie ein ganz normales Mädchen. Doch in Wahrheit lebt sie in zwei Welten, denn sie wurde von Chimären (Wesen teils Tier, teils Mensch) großgezogen. Brimstone, der Wunscherfüller, hat sie aufgezogen. Als Kind hat sie in seinem Laden gewohnt, wo er Zähne gegen Wünsche tauscht. Die eine Tür des Ladens kann Karou an verschiedene Orte der Welt bringen, die andere hat sie noch nie geöffnet gesehen. Generell wird sie sehr im dunklen gehalten und viele ihrer Fragen werden nicht beantwortet. 
Jetzt ist sie fast erwachsen und führt neben ihrem menschlichen Leben auch noch Aufräge für Brimestone aus. Bei einem dieser Aufträge trifft sie auf Akiva und alles verändert sich…
Dieses Buch ist einfach außergewöhnlich und mal was anderes. Es fällt mir schwer etwas dazu zu schreiben, ohne zu viel zu verraten, deshalb bleibe ich an manchen Stellen etwas wage.
 
Von der ersten Seite an war ich gefesselt und die Idee der Chimären gefällt mir außerordentlich gut. Viele werden detailliert beschrieben, so dass man sich als Leser gut vorstellen kann, wie diese aussehen. Das regt zum Träumen an. Laini Taylor schafft es das malerische Prag mit einer völlig neuen und für mich sehr faszinierenden Welt zu vermischen und das mit großem Erfolg.
Dazu gefällt es mir sehr gut, wie die verschiedenen Seiten beschrieben sind. Es herrscht Krieg und keine Seite ist ausschließlich gut oder schlecht. Man weiß nicht, wie alles anfing, kann als Leser aber beide Seiten verstehen.
Die Handlung wird zu keiner Zeit langweilig oder völlig voraussehbar. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und neue Aspekte mit denen ich nicht gerechnet habe, auch wenn mir manche Dinge schon vorher klar waren.
Die Liebesgeschichte zwischen Karou und Akiva hat mich ebenfalls überzeugt und mitgerissen und die Emotionen kamen sehr gut rüber, was viel damit zu tun hatte, dass das Buch nicht nur aus Karous Perspektive (Er-Erzähler) geschrieben ist, sondern auch Akivas Perspektive beschreibt.
 
Die Protagonisten: 
 
Karou ist eine völlig faszinierende und sympathische Protagonistin. Mit ihren blauen Haaren, Tattoos und ihrem Doppelleben, hat sie mich sehr schnell in ihren Bann gezogen und viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen. Ich finde es faszinierend, wie sie mit allem zurechtkommt, obwohl sie so viele Fragen nicht beantwortet bekommt.
Akiva ist am Anfang sehr schwer einzuschätzen und erst als mehr über seine Vergangenheit herauskommt, habe ich so langsam gefallen an ihm gefunden. Nach und nach konnte ich ihn verstehen und im Nachhinein will ich ihn in der Geschichte nicht missen.
Die Chimären sind durchweg sehr vielseitige und interessante Figuren für einen Roman. Jede Chimäre hat seine Eigenarten und es gibt „gute“, sowie „schlechte“ Chimären. 

Alles in allem sind alle Protagonisten sehr detailliert beschrieben und gut ausgearbeitet.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und es wird von Laini Taylor oft sehr ins Detail gegangen, wenn sie die Chimären, die Orte oder die Vergangenheit beschreibt. Dabei wirkt das aber nicht zu detailliert, sondern sehr ausgewogen, damit man mit der Geschichte zurecht kommt. Dazu schreibt sie spannend und in einem einfach zu lesenden Schreibstil. Die Geschehnisse passen zusammen und sind einfach mitreißend beschrieben.

Das Cover/der Buchtitel:
 
Das Cover gefällt mir trotz des Mädchengesichtes recht gut. Es wirkt geheimnisvoll und die Farbwahl ist ansprechend und stimmig.
Unter dem Schutzumschlag befindet sich noch eine Bleistiftzeichnung von dem Cover, was sehr gut dazu passt, dass Karou Kunst studiert und sehr viel zeichnet.
Der Titel wirkt ebenfalls interessant und geheimnisvoll und wenn man das Buch zu Ende gelesen hat, versteht man die Bedeutung sehr gut.
 
Fazit: 
 
Dieses Buch hat mich durch die tolle, außergewöhnliche Handlung mit Spannung, Liebe und interessanten Protagonisten völlig überzeugt und ich freue mich sehr auf den 2. Band der im Original im November 2012 erscheint.
 

[Rezension] Heike Eva Schmidt- Purpurmond

 
 

Titel: Purpurmond

Autor: Heike Eva Schmidt
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 12-15 Jahre)
Verlag: PAN (März 2012)
ISBN: 978-3426283660
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Preis: 14,99 €
 
Kurzbeschreibung:
 

Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um.
Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie
geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt
sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da
nicht die kräuter­kundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats
Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem,
da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht … 
Quelle: Verlag 

Rezension

 

Die Geschichte:
 

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Mischung aus geschichtlichen Daten, der Hexenverbrennung, Zeitreise und der Gegenwart ist sehr gut gelungen und gut durchdacht.
So kann Cat zum Beispiel kein Pfefferspray mit auf die Reise ins Jahr 1632 nehmen, da es dann ein undefinierbarer Klumpen wird. Hätte sie so etwas mitnehmen können, hätte zu schnell die Geschichte verändert werden können. Generell wirkt alles schlüssig und Heike Eva Schmidt hat sich Gedanken gemacht, was die Handlungen in der Vergangenheit in der Zukunft verändern können. Das ist leider nicht bei allen Zeitreiseromanen so gut gelungen.
Dazu gefällt mir die Thematik der Hexenverfolgung sehr gut und die geschichtlichen Aspekte sind gut recherchiert und dargestellt.
Natürlich darf in einem Jugendroman eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Oft rückt diese dann in den Vordergrund, doch das ist hier nicht der Fall. Die Liebesgeschichte zwischen Cat und Jakob, Dorotheas Bruder, ist sehr schön in den Haupterzählstrang eingeflochten, nimmt aber nicht zu viel Bedeutung ein. So etwas ist genau nach meinem Geschmack.

Einzig der Wechsel zwischen Cats Geschichte und der von Dorothea ist mir am Anfang etwas schwer gefallen. Cats Teil ist aus der Ich-Perspektive geschildert und ihre Gedanken und Gefühle sind wunderbar beschrieben, dann wechselt es plötzlich zum Er-Erzähler und Dorotheas Geschichte wird geschildert. Am Anfang hat mich das etwas verwirrt und die Geschichte von Dorothea hätte etwas besser beschrieben sein können, da die Liebe zu Daniel relativ kurz abgehandelt ist.
Nachdem Cat und Dorothea sich getroffen haben, fiel mir der Wechsel der Perpektiven deutlich leichter und ich konnte nicht aufhören zu lesen und habe es regelrecht verschlungen.

 
Die Protagonisten: 
 
Cat ist eine wunderbare Protagonistin, sehr humorvoll, liebenswürdig, mutig und ganz und gar nicht auf den Mund gefallen. Ihr viel es schwer sich in der Vergangenheit einzufügen und sorgt mit ihrem Humor und losem Mundwerk des öfteren dazu, dass ich schmunzeln musste. Ihr Gedankengänge waren sehr interessant zu verfolgen und ich musste einfach mit ihr mitfiebern.
Dorothea ist ebenfalls eine tolle Figur für einen Roman. Sie weiß, dass sie Daniel nicht lieben darf, aber kann nichts daran ändern. Sie ist nur eine einfache Frau und allein der Standesunterschied macht es nicht einfach. Dazu kommen diverse andere Probleme. Trotz allem lässt sie sich nicht unterkriegen.
Jakob ist mein Lieblingsprotagonist. Er ist Mönch und darf eigentlich keinerlei Kontakt mit Frauen haben. Doch er ist nur ein Mann und verliebt sich. Dieser Zwiespalt zwischen Glaube und Liebe hat mir sehr gut gefallen.
Alle Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und beschrieben.
Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist frisch und flüssig zu lesen. Dazu einfach gehalten und durch die Hauptfigur Cat oft in Jugendsprache gehalten. Im Jahre 1632 wird dann allerdings dem Jahrhundert entsprechend gesprochen und aus Dorotheas Sicht auch beschrieben. Diese Mischung ist sehr stimmig.

Der Schreibstil ist keineswegs kitschig, sondern spannend und humorvoll.

Das Cover/der Buchtitel:
 
Das Cover ist so wunderschön und mal was ganz anderes, als bei den vielen anderen Jugendbüchern. Es fällt direkt ins Auge und ist sehr detailliert. Ich liebe solche Cover, ohne Mädchengesicht.

Der Titel macht einfach nur neugierig und passt, wenn man das Buch gelesen hat sehr gut. Dazu möchte ich nicht mehr sagen, um nicht zu viel zu verraten.

Fazit: 
 
Dieses Buch ist ein wirklich erfrischendes, wundervolles Buch unter den Zeitreiseromanen. Ich habe es verschlungen und würde es jedem empfehlen zu lesen. Es entspricht mit den tollen Protagonisten und der gut durchdachten Geschichte genau meinem Geschmack.
 
 

[Rezension] Aimée Carter- Das göttliche Mädchen

 
 

Titel: Das göttliche Mädchen

Originaltitel: The Goddess Test
Autor: Aimée Carter
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag (Mai 2012)
ISBN: 978-3862783267
Broschiert: 298 Seiten
Preis: 9,99 €

 


Kurzbeschreibung:
Du kannst das Leben deiner Mutter retten wenn du als Wintermädchen bestehst!
Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken
Mutter ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen.
Seit der ersten Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm
hingezogen. Er sieht so gut aus und scheint gleichzeitig so …
unendlich traurig zu sein.
Bald erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.
Quelle: Verlag 

Rezension

 

Die Geschichte:

Kate kommt mir ihrer krebskranken Mutter nach Eden, da das ihre Heimat war und sie dahin zurück möchte.

Dort angekommen passieren allerlei merkwürdige Dinge und Kate glaubt sich vieles nur eingebildet zu haben. Sie glaubt nicht ans Mystische und auch als Henry, der in Wahrheit Hades ist, ihr anbietet, ihre Mutter so
lange am Leben zu erhalten, dass sie sich richtig verabschieden kann,
glaubt sie erst nicht daran. Dazu muss sie 6 Monate ihres Lebens bei ihm verbringen und 7 Prüfungen bestehen. Nach und nach glaubt sie dann doch an das Unmögliche.
Allerdings kommen die Prüfungen heimlich und ohne Ankündigung.

Das Buch hat weniger mit griechischer Mythologie zu tun, als der Klappentext vermuten lässt. Dennoch gefällt mir die Umsetzung mehr als gut. Es kommen griechische Götter, versteckt in normalen Personen, vor und die Geschichte ist spannend und originell.
Der Prolog des Buches verrät schon sehr viel und wenn man eins und eins zusammen  zählt, kann man sich vieles schon denken. Dennoch hat es mir sehr gefallen zu sehen, wie es dazu kommt und ob Kate es schafft, ihre Mutter zu retten.
Das Buch besticht nicht durch Action, sondern einer tiefgründigen, wunderschönen Geschichte. Die Gefühle entwickeln sich authentisch und sind nicht von jetzt auf gleich da.
Einzig die schnelle Freundschaft zwischen James und Kate und Ava und Kate ging mir etwas zu schnell. Gerade da Ava zu Beginn nicht gerade nett zu Kate war, finde ich es unrealistisch wie schnell die Beiden dann doch Freunde wurden.
 
Die Protagonisten:

Bis auf Kate und Henry sind die Protagonisten größtenteils etwas flach beschrieben, was aber beabsichtigt sein kann, da erst zum Schluss wirklich raus kommt, was es mit denen auf sich hat. Deshalb hat es mich nicht gestört. Kate und Henry sind dafür sehr detailliert und sympathisch dargestellt. Kate verliebt sich nach und nach in Henry und erfährt von seiner Vergangenheit mit  Persephone und wie sehr er durch sie verletzt wurde. Kate kämpft darum, dass er glücklich wird. Generell opfert sie sich sehr, da sie es nicht ertragen kann, wenn noch jemand so leiden muss, wie sie es durch die Krankheit ihrer Mutter musste. Ihr schweres Schicksal und wie sie damit umgeht, hat mich sehr in den Bann gezogen.

Die Protagonisten machen das Buch zu dem, was es ist und sorgen für ein unvergessliches Lesevergnügen.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist einfach und typisch für ein Jugendbuch. Erzählt wird die Geschichte als Er-Erzähler, so dass Kates, sowie Henrys Gefühle sehr gut und mitreißend erzählt sind. Teilweise ist der Schreibstil auch sehr emotional und hat mich direkt überzeugt.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover gefällt mir an sich gut, die antike Schrift passt sehr gut zum Thema und auch die Umgebung in der das Mädchen liegt wirkt geheimnisvoll. Allerdings ist mir das Mädchen zu dünn und hat auch kein hübsches Gesicht.
In diesem Fall wurde das Cover von dem Original übernommen.
Der Titel verrät eigentlich schon etwas zu viel, wenn man das Ende oder den Prolog kennt, passt aber.
 
Fazit: 
Dieses Buch konnte mich bis auf kleine Mängel überzeugen und ich habe das Lesen sehr genossen.