[Rezension] „Sturmtochter- Für immer verboten“ von Bianca Iosivoni

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Ravensburger Buchverlag.

„[Rezension] „Sturmtochter- Für immer verboten“ von Bianca Iosivoni“ weiterlesen

[Rezension] „Fire & Frost- Vom Eis berührt“ von Elly Blake

Das Copyright vom Cover liegt beim Ravensburger Buchverlag.

         

Ruby ist eine Fireblood. Ihre Mutter hat ihr von klein auf eingetrichtert, dass sie ihre Gabe geheim halten muss, denn die Frostblood Krieger des Königreichs würden sie umbringen. Dennoch trainiert Ruby heimlich ihre Fähigkeit. Bis sie eines Tages doch aufgespürt wird und ihre Mutter sterben muss. Sie schwört, dass sie Rache für den Tod ihre Mutter nimmt und als sie von Rebellen aus dem Gefängnis befreit wird und sie wirklich die Möglichkeit bekommen soll Rache zu nehmen, zögert sie nicht lange und das obwohl ihre Retter Frostbloods sind. 

 

Schon als ich zum ersten Mal dieses wunderschöne Cover gesehen habe, war mir klar, dass ich das Buch lesen möchte. Den Weltenentwurf rund um die Fire- und Frostbloods und deren Fähigkeiten fand ich unglaublich spannend, auch wenn ich mir gerne noch mehr Details zu der Welt an sich gewünscht hätte. Man erfährt zwar, dass der Frostblood-König über das Königreich herrscht, wie er an die Herrschaft kam und wie alles zusammenhängt, aber das Nachbarland blieb zum Beispiel nur kurz erwähnt.

Ganz nebenbei werden die Legenden rund um die Fire-und Frostbloods und was es noch so auf der Welt gibt in das Geschehen eingeflochten, sodass man sich das Meiste sehr gut vorstellen kann. Unterstützt wird das Ganze durch einen tollen und sehr atmosphärischen Schreibstil, der leicht und locker zu lesen ist und Emotionen überzeugend darstellen kann.
Nur die Dialoge und Schlagabtäusche zwischen Ruby und ihrem Retter Arcus waren mir teils zu gewollt und gingen mir zeitweise etwas auf die Nerven.

Die Autorin spielt mit Gegensätzen, was auch ganz deutlich bei den beiden Protagonisten Ruby und Arcus wird. Allerdings ging mir hier Ruby auch ziemlich auf die Nerven. Ihre Handlungen sind naiv und oft unüberlegt, sie ist wankelmütig und übertrieben temperamentvoll. Erst im Laufe des Buches entwickelt sie sich etwas weiter.
Arcus bleibt sehr blass dargestellt, hat so seine Geheimnisse, die ich aber schnell lüften konnte. 
Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte und obwohl ich die Grundidee davon eigentlich sehr mag, ging es mir dann doch irgendwie zu schnell, weil die beiden sich immer nur angiften und auf einmal küssen sie sich.

Der Plot ist teils sehr blutig, spannend, emotional und wirklich fesselnd. Es gibt spannende Kämpfe, fiese Wendungen und man kommt kaum zum Luftholen, weil Ruby irgendwie immer etwas erlebt. Ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen bis es in einem spannenden Finale gipfelt. Das Ende ist recht abgeschlossen, was mir gut gefällt, da ich zwar wissen möchte wie es weitergeht, aber nicht durch einen fiesen Cliffhanger leiden muss.

 
Alles in allem gefiel mir „Fire & Frost- Vom Eis berührt“ wirklich sehr gut. Der Weltenentwurf und die Magie des Buches ist klasse und auch wenn Ruby mich oft genervt hat, bin ich gespannt wie es mit ihr weitergeht. Das Buch war spannend, emotional und wirklich fesselnd, so dass ich es jedem Fan solcher Bücher empfehlen kann.

[Rezension] „Beautiful Liars- Verbotene Gefühle“ von Katharine McGee

Das Copyright vom Cover liegt beim Ravensburger Buchverlag.

In Manhattan im Jahre 2118 gibt es große Unterschiede zwischen Arm und Reich. Oben im höchsten Gebäude der Stadt leben die Reichen und Schönen. Doch jeder von ihnen hat ein Geheimnis, sei es die perfekte Avery, der Hacker Watt, die hinterhältige Leda, die wunderschöne Eris oder Rylin, die zu den armen Menschen der Gesellschaft zählt und weiter unten lebt. Jeder versucht sein Geheimnis zu bewahren, doch das scheint unmöglich.

 

„Beautiful Liars- Verbotene Gefühle“ konnte schon durch dieses wunderschöne Cover meine Neugierde wecken. Nachdem ich es gelesen habe, bin ich sehr begeistert. Es erinnert mich etwas an eine meiner Lieblingsfernsehserien („Pretty Little Liars“), nur das alles in der Zukunft spielt. Das Setting und die Art, wie die Geheimnisse der fünf Jugendlichen langsam ans Licht kommen, fand ich mega spannend.

Schon der Einstieg ins Buch war mehr als spannend, weil dort klar wird, dass jemand von dem höchsten Gebäude stürzt und man sich die ganze Zeit fragt, wer das ist. Danach gibt es einen Zeitsprung und als Leser erlebt man die Geschehnisse zwei Monate zuvor. Dabei begleitet man abwechselnd Avery, Leda, Eris, Rylin und Watt. Dabei wurde die wechselnde personale Erzählperspektive verwendet, was mir gut gefiel, da man als Leser so einen Überblick über die einzelnen Geheimnisse, die Intrigen und die Zusammenhänge bekommt.

Das Setting finde ich ebenfalls ziemlich spannend, weil es in der Zukunft spielt. Allerdings ist der Plot zuerst ziemlich ruhig. Alles dreht sich um Freundschaft, Liebe, Intrigen und wie man sich verhalten muss um in der High Society der Zukunft zurechtzukommen. Manches war mir zu oberflächig und mir fehlte die Tiefe. Die Geheimnisse zu ergründen fand ich spannend, auch wenn manches sehr vorhersehbar war und manche der Protagonisten irgendwann ziemlich abdrehen. Dennoch gibt es einige überraschende Wendungen, die mich in ihren Bann ziehen konnten.

Insgesamt mochte ich die verschiedenen Protagonisten, da keiner einfach nur Gut oder nur Böse ist und jeder seine Ecken und Kanten hat.
Unterstützt wird das Ganze durch einen ansprechenden Schreibstil, den ich als sehr atmosphärisch empfunden habe. Ich konnte mir die Welt des Buches richtig vorstellen und bin förmlich durch die Seiten geflogen.
Gegen Ende wird das Buch sehr spannend, auch wenn es insgesamt wirklich ein eher ruhiges Buch ist und schließlich endet es mit einem fiesen Cliffhanger, sodass ich nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung warte.

Mir hat dieser Auftakt sehr gut gefallen und ich kann das Buch jedem Fan der Fernsehserie „Pretty Little Liars“ empfehlen. Das Buch strotzt vor Geheimnissen, die es zu entdecken gilt und hat einiges zu bieten, auch wenn es insgesamt etwas ruhiger ist.

 

[Rezension] „Tochter der Flut“ von Jake Halpern und Peter Kujawinski

Das Copyright vom Cover liegt beim Ravensburger Buchverlag.

 

Marin lebt auf einer Insel, auf der sich alle 14 Jahre der Tag und die Nacht abwechseln. Sobald die 14 Jahre Nacht beginnen, müssen Marin und die anderen Inselbewohner die Insel verlassen. Zuvor muss alles auf einem ganz bestimmten Platz gestellt werden und die Häuser müssen ohne Makel zurückgelassen werden. Wieso das so ist, versteht Marin erst als sie zusammen mit ihrem Bruder Kana und ihrem Freund Line ihr Boot verpasst und auf der Insel zurückbleibt.

 

„Tochter der Flut“ gehört zu den Büchern, von denen ich zuvor nur wenig gehört habe. Dennoch konnte es meine Neugierde wecken und die Idee der Insel finde ich spannend. Denn in Marins Welt gibt es nicht wie bei uns ganz normal Tag und Nacht. Sie kennt nur den Tag, bis nach 14 Jahren die Nacht hereinbricht, die dann wiederum 14 Jahre anhalten wird. Sie und die anderen Inselbewohner leben nur in den 14 Jahren des Tages auf der Insel, dann müssen sie diese verlassen.
Als Marin und ihre Freund Line eine Hexenstatue am Meeresgrund finden und den allseits bekannten Satz des Dorfes „Die Häuser müssen ohne Markel sein“ dort vorfinden, wird alles sehr mysteriös.

Ich fand es spannend herauszufinden, was hinter allem steckt. Manches fand ich vorhersehbar, anderes wiederum konnte mich überraschen. Über allem schwebt eine geheimnisvolle Atmosphäre. Der Plot ist zunächst sehr ruhig. Es passiert nicht viel und man begleitet die Inselbewohner bei ihren Vorbereitungen zum Verlassen der Insel, die zunächst sehr seltsam wirken. Erst nach und nach macht alles Sinn und nachdem Marin, Line und Kana zurückbleiben, wird der Plot zunehmend spannender und konnte mich fesseln.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, passt aber zu der Geschichte. Die Beschreibungen der Insel fand ich sehr ansprechend und bildlich. Das Buch wird aus Marins, Lines und Kanas personaler Erzählperspektive geschildert, allerdings muss ich sagen, dass mir die Figuren zu blass und oberflächig beschrieben sind und ich keinen richtigen Bezug zu ihnen aufbauen konnte. Dabei fand ich Kana noch am faszinierensten, da er immer blind war bis die Nacht hereinbricht, ab da kann er sehen, was zu einigen Geheimnissen führt.

Das Ende ging mir persönlich zu schnell und ich hätte mir noch mehr Antworten auf meine Fragen gewünscht, da das Ende auch einfach sehr offen ist. Dennoch konnte mich das Buch alles in allem gut unterhalten.  

„Tochter der Flut“ ist ein geheimnisvolles Buch mit einer interessanten Idee. Es ist zwar nicht perfekt, konnte mich aber dennoch gut unterhalten, sodass ich knappe vier Sterne vergebe. Ich kann es vor allem jungen Lesern empfehlen.